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Eine sehr schön systematische Zusammenfassung über autoritäres (vs liberales) Denken und verschiedene Mechanismen dazu, inklusive Neurophysiologie.
Teri Kanefield: "Why Intolerance and Extremism Happen". Ein Buch, das auch als freies PDF vorliegt; terikanefield.com/wp-content/u…
Im Original englisch, allerdings recht verständlich und sehr angenehm zu lesen. Der Fokus liegt recht stark auf der US-Geschichte. Parallelen zu Deutschland und Europa lassen sich aber schnell finden bzw erinnern.
Der Wert liegt mE vor allem in der sauberen Auflistung. Gleichzeitig nagt noch eine gewisse Skepsis in mir, ob es nicht doch zu einfach ist. Das kann aber an der Zusammenfassung liegen, die ich mir habe erstellen lassen. Ich habe das originale Buch noch nicht vollständig durch.
Am Ende fasst Kanefield zusammen: "Toward a More Enlightened Tomorrow (Auf dem Weg in eine aufgekl
... mehr anzeigenEine sehr schön systematische Zusammenfassung über autoritäres (vs liberales) Denken und verschiedene Mechanismen dazu, inklusive Neurophysiologie.
Teri Kanefield: "Why Intolerance and Extremism Happen". Ein Buch, das auch als freies PDF vorliegt; terikanefield.com/wp-content/u…
Im Original englisch, allerdings recht verständlich und sehr angenehm zu lesen. Der Fokus liegt recht stark auf der US-Geschichte. Parallelen zu Deutschland und Europa lassen sich aber schnell finden bzw erinnern.
Der Wert liegt mE vor allem in der sauberen Auflistung. Gleichzeitig nagt noch eine gewisse Skepsis in mir, ob es nicht doch zu einfach ist. Das kann aber an der Zusammenfassung liegen, die ich mir habe erstellen lassen. Ich habe das originale Buch noch nicht vollständig durch.
Am Ende fasst Kanefield zusammen: "Toward a More Enlightened Tomorrow (Auf dem Weg in eine aufgeklärtere Zukunft)“ und ich empfehle, mindestens dieses Kapitel komplett zu lesen.
— Zitat (übersetzt)
Die von mir behandelten Themen lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- Die Welt hat in letzter Zeit rasante Veränderungen durchlaufen. Die Regierung und das Rechtssystem der Vereinigten Staaten sind immer komplexer geworden. Die Wirtschaft ist globalisiert.
- Gerade diese Komplexität der Globalisierung und unseres Rechtssystems führt zu Verschwörungstheorien, weil die Menschen nach einfachen Erklärungen für das suchen, was ihnen unverständlich erscheint, und so vieles erscheint ihnen unverständlich.
- Sehr viele Menschen sind beeinflussbar und glauben, was ihnen von Autoritäten als wahr vermittelt wird. In unserem Zeitalter fragmentierter Nachrichtenmedien gehören zu den „Autoritäten“ oft Talkradio-Stars, Kabelfernsehkommentatoren und jeder, der über einen Social-Media-Account verfügt und mit ausreichender Autorität spricht.
- Wir befinden uns inmitten einer Informationsrevolution, die dazu führt, dass Fehlinformationen, Wut und Panik in gefährlichem Ausmaß verbreitet werden.
- Unsere Technologie übertrifft unsere Fähigkeit, sie zu beherrschen, was zu noch mehr Panik führt.
- All dies führt zu einem Anstieg extremistischer Bewegungen.
- Unterdessen geben die wütendsten Stimmen den Ton in der Politik an.
Selbst unter den besten Umständen sind demokratische Regierungsformen schwierig, weil sie den Menschen viel abverlangen. Die Globalisierung und die komplexen Probleme einer großen, weitläufigen, multikulturellen Demokratie erfordern, dass wir die höheren, weiter entwickelten Teile unseres Gehirns statt der primitiven Teile.
— Ende
Ihre Ratschläge deshalb:
- Verständnis statt Beleidigung: Jemanden als "verblendet" zu bezeichnen hilft nicht. Stattdessen sollte man Fragen stellen, die zum Nachdenken anregen, und Gemeinsamkeiten suchen (Bellizzi-Studie(1)).
- Reject Rage Merchants (Wuthändler ablehnen): Man sollte sich Nachrichtenquellen suchen, die bei den Fakten bleiben, und toxische Online-Räume meiden. Es braucht eine Gegenreaktion auf den neuen "gelben Journalismus".
- Withhold Judgment as Long as You Can (Urteile so lange wie möglich zurückhalten): Literatur (wie Shakespeare oder Dostojewski) und Geschichte helfen, Empathie zu trainieren und menschliche Natur zu verstehen. Man sollte lernen, wie ein Strafverteidiger zu denken: "Was, wenn sie nicht schuldig sind?".
- Don’t Become Cynical (Werden Sie nicht zynisch): Zynismus und Panik spielen Demagogen in die Hände. Demokratie ist Arbeit und erfordert Hoffnung.
- Make Politics Cool Again (Politik wieder cool machen): Die Mehrheit der vernünftigen Menschen muss den öffentlichen Raum ("public sphere") von den lauten Extremisten zurückerobern. Wir müssen rationale Teile unseres Gehirns nutzen, statt auf primitive "Raubtier-Warnsysteme" zu reagieren.
— — —
(1) „Um die Denkweise anderer zu verstehen, muss man auch verstehen, was mit denen geschieht, die in ideologische Spiralen hineingezogen wurden oder deren autoritäre Impulse aktiviert wurden. Professor Keith Bellizzi gibt folgenden Rat: Wenn man neue Dinge auf eine nicht konfrontative Weise präsentiert, können die Menschen neue Informationen bewerten, ohne sich angegriffen zu fühlen.
(1) mastodon.social/@Teri_Kanefiel…
It’s finished. It’s also not finished because, in the words of Paul Valéry, a piece of writing is never finished. Ultimately it is abandoned.That’s because writing is thinking, and we’re never finished with that.
Anyway, I figured out what to do with that long blog post: Make it a FREE book.
Making it free meant I had to do the publishing work myself because publishers want to make money. They’re funny that way.
It’s also a YouTube series.
You can find the free book . . .
1/
Andalmori
Als Antwort auf Marina Weisband • • •𝓒𝓱𝓻𝓲𝓼𝓽𝓸𝓯 𝓓𝓸𝓷𝓪𝓽
Als Antwort auf Marina Weisband • • •ChrisM
Als Antwort auf Marina Weisband • • •Skeptiker
Als Antwort auf Marina Weisband • • •Wilfried T
Als Antwort auf Marina Weisband • • •0ptimist
Als Antwort auf Marina Weisband • • •Sören
Als Antwort auf Marina Weisband • • •Ententheater
Als Antwort auf Marina Weisband • • •zynmaster
Als Antwort auf Marina Weisband • • •...und egal, wie treffend eine Frau die Sache beschreibt, beweisen wieder unzählige Typen, dass sie das Problem nicht verstehen und auch keinen Bock dazu haben 🙄
#FrauenAlltag #WhatAboutism #notAllMenMyAss #BlockEmpfehlung
Eskalator
Als Antwort auf Marina Weisband • • •Sehr plastisch.
Aber vielleicht ganz gut um das für Männer nachvollziehbarer zu machen.
Ich habe als Mann auch sehr lange gebraucht um diese Angst die Frauen haben nachvollziehen zu können.
Das sich Männer damit so schwer tun liegt mMn daran, dass es sehr weit von der eigenen Lebenswelt und den eigenen Erfahrungen weg ist.
Es dürfte nur sehr wenige Männer geben, die schon mal Angst davor gehabt haben vergewaltigt zu werden (zumindest als Erwachsene).
Sexistische Kommentare hört man als Mann auch sehr selten. Und wenn dann nimmt man sie eher als Kompliment als als Belästigung, oder gar Bedrohung war.
Dazu kommt, dass "Mann" sich wesentlich wehrhafter fühlt. Gerade in Lebensabschnitten mit Testosteronüberschuss ist die Reaktion auf eine Drohung von einem anderen Mann eher:
... mehr anzeigenUnd das bleibt in Spuren auch solange vorhanden, solange man sich selbst als halbwegs wehrhaft einschätzt.
Sehr plastisch.
Aber vielleicht ganz gut um das für Männer nachvollziehbarer zu machen.
Ich habe als Mann auch sehr lange gebraucht um diese Angst die Frauen haben nachvollziehen zu können.
Das sich Männer damit so schwer tun liegt mMn daran, dass es sehr weit von der eigenen Lebenswelt und den eigenen Erfahrungen weg ist.
Es dürfte nur sehr wenige Männer geben, die schon mal Angst davor gehabt haben vergewaltigt zu werden (zumindest als Erwachsene).
Sexistische Kommentare hört man als Mann auch sehr selten. Und wenn dann nimmt man sie eher als Kompliment als als Belästigung, oder gar Bedrohung war.
Dazu kommt, dass "Mann" sich wesentlich wehrhafter fühlt. Gerade in Lebensabschnitten mit Testosteronüberschuss ist die Reaktion auf eine Drohung von einem anderen Mann eher:
Und das bleibt in Spuren auch solange vorhanden, solange man sich selbst als halbwegs wehrhaft einschätzt.
Dieses "Alle wollen mit dir Schlafen" trifft wohl auf das Stammhirn von Männern zu. Auch wenn das nur sehr selten zum Vorschein kommt, hat es doch jeder Mann immer "dabei".
Und von außen ist nicht erkennbar ob bei einem Mann schnell das Stammhirn übernimmt, oder ob er sich zivilisiert und kontrolliert verhält und vielleicht sogar noch nie auf dieses primitive Stadium zurück gefallen ist. Dabei sind Bildungsgrad und die Intelligenz auch keine verlässlichen Indikatoren.
Um eine Lanze für Männer zu brechen. Es gibt auch sehr viele Männer (Wahrscheinlich sogar die Mehrzahl) die eine sehr hohe Hemmschwelle haben Gewalt gegen Frauen einzusetzen. Das reicht soweit, dass sich viele Männer auch nicht wehren, wenn eine Frau ihnen gegenüber gewalttätig werden. Der steigende Bedarf an "Männerhäusern" bestätigt dies.
Auch wenn das dazu beiträgt Männer weniger dämonisch erscheinen zu lassen. Macht das die Welt für Frauen leider nicht sicherer. Frau weiß ja meist nicht welche Art von Mann vor ihr steht.
SomeAnoTooter
Als Antwort auf Marina Weisband • • •Was mir jedoch Angst macht, sind die gierige Minderheit die zu viel Einfluss hat & Hass für ihren eigenen Profit nutzt. Vor denen sind Frauen & Männer fast schutzlos ausgeliefert.
Noch sind sie in Deutschland nicht die direkte Bedrohung, wie es stärkere gewaltbereite Menschen in direkter Umgebung sein können, aber sie können ein Ausmaß der Gewalt entfesseln das erschreckend ist. Weltweit trendet ja Stärke>Regeln.
Polylect
Als Antwort auf Marina Weisband • • •Phoebe Klein
Als Antwort auf Marina Weisband • • •Und was passiert, wenn eine Frau es wagt das auszusprechen? Natürlich kommen Scharen von Männern angelaufen, die erklären, dass die Realität gar nicht so ist.
Doch ist sie liebe Männer, wir haben in Deutschland inzwischen jeden Tag einen vollendeten Femizid und alle 5 Sekunden erlebt eine Frau Gewalt durch ihren (Ex)Partner. Das heißt ihr alle seit Teil des Problems, weil ihr relativiert anstatt die Gewalt zu bekämpfen.
Claudius
Unbekannter Ursprungsbeitrag • • •𝓒𝓱𝓻𝓲𝓼𝓽𝓸𝓯 𝓓𝓸𝓷𝓪𝓽
Unbekannter Ursprungsbeitrag • • •Eigentlich ist das gar kein schlechtes Bild, das für beide Seiten das Problem veranschaulichen kann. Noch nicht perfekt, aber vielen Dank für die Anregung.