Was ich aus den queeren Communities seit zwei Tagen höre, sind vor allem Wut über die Heuchelei von PolitikerInnen und Kritik an der in Worten und Taten queerfeindlichen Regierungspolitik.
Was ich in den redaktionellen Medien heute ausschließlich höre, sind Forderungen nicht-queerer Menschen zu Strafrecht, Migrationspolitik, Überwachung, Polizei.
Queere Menschen dürfen als Trauernde auftauchen, aber nicht als Wütende oder Fordernde. Schon gar nicht werden die faktischen Hintergründe der Wut genannt. Wir dürfen Opfer sein, denen verlogen der Kopf getätschelt wird, aber keine ernstzunehmenden politischen Subjekte mit konkreten Forderungen an Politik und Gesellschaft.
Unsere Stimmen sind in den redaktionellen Medien fast nirgends zu hören - jedenfalls nicht der unangenehme Teil.
Medien sollen alle Stimmen abbilden? Das gilt offenbar nur für Rechte.
#CSDBerlin #Journalismus #LGBTQIA*
Firestarter_OL
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