Das "Institut der deutschen Wirtschaft" würde ich normalerweise nur mit der Kneifzange anfassen. Es ist "arbeitgebernah" und von Verbänden und Unternehmen der Wirtschaft finanziert. Ausserdem "Mutterorganisation der Lobbyorganisation Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" (INSM), also ausgesprochen "wirtschaftsliberal".
Dieses Institut hat eine Analyse des AFD Wahlprogramms und des bereits bestehenden Einfluss' der Partei auf die Wirtschaft verfasst.
Zusammengefasst: Aus rein wirtschaftlicher Sich vernichtend.
Die AFD-Pläne würden den Staat quasi handlungsunfähig machen. Minus 181 Mrd Euro Steuereinnahmen. Das sind 20% der Gesamtsteuereinnahmen.
Untere und mittlere Einkommensgruppen würden ärmer, hohe Einkommen bekämen Steuerentlastungen.
Die anti-EU-Pläne wären verheerend für die Wirtschaft, was Im- und Exporte angeht. Ein "Dexit" würde 2,5 Mio Arbeitsplätze und 5,6% des BIP kosten.
Klimawandelleugnung und aktive Sabotage der (nicht nur deshalb dringlichen) Transformationen würde die deutsche Wirtschaft komplett abhängen und ruinieren.
Die Unternehmen in AFD Hochburgen berichten jetzt schon, dass sie keine Fachkräfte bekommen. Insbesondere Menschen aus dem Ausland wollen dort nicht arbeiten.
Und das würde insbesondere Ostdeutschland treffen: "Deutschlandweit erwirtschaften die 6,7 Millionen ausländischen Beschäftigen 13,2 Prozent der Bruttowertschöpfung – allein 3,4 Prozentpunkte gehen auf die seit 2018 hinzugekommenen ausländischen Beschäftigten zurück. Nimmt man die vor- und nachgelagerten Impulse dieser Tätigkeiten hinzu, steigt die wirtschaftliche Bedeutung sogar auf 16,9 Prozent (648 Milliarden Euro). Die Zuwächse an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung in Ostdeutschland wären in den vergangenen Jahren ohne Zuwanderung aus Drittstaaten nicht möglich gewesen."
teilten dies erneut
Kai, ein kleines z, Engelsbäckerei, Olli-V, Honak, Bernd F. Dollinger, Anna, Bastet 魔王様 😈, Salticidea, Lars Marowsky-Brée 😷 und QueerBeat 🏳️⚧️ haben dies geteilt.
Engelsbäckerei
Als Antwort auf Jaddy • • •Leider, leider sind wir hier in unserer eigenen, unsere Demokratie erhalten wollende Blase. Diejenigen, die sich mit dem Programm der #noafd auseinandersetzen sollten bzw. müssten, erreichen wir leider kaum bis gar nicht mit wichtigen Informationen.
Ich hab's trotzdem geteilt. Es könnte ja sein, dass noch Zeichen und Wunder geschehen!
Jaddy mag das.
Bastet 魔王様 😈
Als Antwort auf Jaddy • • •Jaddy
Als Antwort auf Bastet 魔王様 😈 • •@Bastet 魔王様 😈 Tja, sie mögen andere Werte und Absichten haben, aber das Ziel ist das gleiche.
Ich erkenne an, dass sie (und die befragten Unternehmen) sowohl die gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeiten als auch die Transformationsfeindlichkeit und anti-europäische Haltung als Zukunftsrisiko ansehen.
Und das völlig ohne jegliche "Wokeness", sondern aus knallhart profitorientierter Sicht.
Jaddy
Als Antwort auf Jaddy • •Die Zeit setzt einen drauf. Mit einer Analyse auch vom IW (iwkoeln.de/presse/pressemittei…) aber auch anderen:
"Für AfD-Wähler fühlt sich alles viel teurer an" (archive.ph/ReBEm)
(für BSW Wählende auch)
Das ist übrigens die Trump-Sache: Die Mehrheit bekam Trump durch die gefühlte Wahrheit, dass "die Wirtschaft" den Bach runter gehe und sie alle wegen steigender Preise verarmen würden. Die numerische Wahrheit sieht komplett anders aus.
Lars Marowsky-Brée 😷 hat dies geteilt.