Ich habe eine Frage an Menschen, die sich nonbinär oder agender sehen.
Wie ist es für dich, wenn du einem Formular, in dem du deine Anschrift angeben musst und dort das Feld "Anrede" ein Pflichtfeld ist?
Zur Auswahl stehen :
Herr
Frau
Divers
Aus meiner Sicht ist es eine absolut schlampige Umsetzung des Personstandgesetz. Divers muss wohl als dritte Geschlecht Variante verwendet werden, aber ist definitiv keine Anrede.
Anrede wird meist nur für das Adressfeld für Briefpost verwenden.
Weitere Überlegungen und Hintergrund sind im ersten Kommentar zu lesen.
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Leela Torres
Als Antwort auf Leela Torres • • •Anrede muss ja null mit Status in offiziellen Behörden zusammen hängen.
Daher die Frage, wäre es dir wichtig, dass du "keine Anrede" auswählen kannst (oder anderen Vorschlag) , ohne dass du deine Geschlechtsidentität offiziell geändert hast?
fink
Als Antwort auf Leela Torres • • •Ich krame mal die Goldwaage raus. Eine geschlechtsneutrale Anrede ist was anderes als *keine* Anrede, es sei denn, man möchte wirklich formlos direkt in den Text reinstolpern.
Aber das Hauptproblem bleibt, dass man unabhängig von solchen Menülisten eh nie weiß, was für ein Mumpitz danach in der Praxis als Anrede kommt. Ohne echtes Verständnis davon, was nicht-binär / agender bedeutet, hilft die beste Menüauswahl nix.
I. L. Villiam
Als Antwort auf Leela Torres • • •Vorname (Guten Tag, Vorname Nachname)
Pers (Guten Tag, Pers Nachname)
Frau (Guten Tag, Frau Nachname)
Herr (Guten Tag, Herr Nachname)
Keine Anrede (Guten Tag)
I. L. Villiam
Als Antwort auf I. L. Villiam • • •Mensch, Marina
Als Antwort auf I. L. Villiam • • •I. L. Villiam
Als Antwort auf Mensch, Marina • • •Wenn die Möglichkeit einer Auswahl besteht, ist Auswahl besser. Vornamen können auch falsch sein und Dysphorie auslösen. Ich finde diese (sich immer verbreitende) Möglichkeit ganz furchtbar.
Mensch, Marina
Als Antwort auf I. L. Villiam • • •I. L. Villiam
Als Antwort auf Mensch, Marina • • •@energisch_ Ja, das fänd ich auch gut. Wobei es je nach Kontext ja geht, einfach die Anrede wegzulassen. Aber Vornamen können gerade für den Personenkreis, den man so vor Verletzung schützen möchte, schwierig sein.
Ich tendiere im Moment zu Initial vom Vornamen + Nachname.
Leela Torres
Als Antwort auf I. L. Villiam • • •Wäre also für dich hilfreich, wenn zum "offiziellen" Namen ein "Rufname" hinterlegt werden kann, der statt dem Vornamen bevorzugt in Kommunikation zur Anwendung kommt?
I. L. Villiam
Als Antwort auf Leela Torres • • •Mensch, Marina
Als Antwort auf Leela Torres • • •Chubbypunk
Als Antwort auf Leela Torres • • •Es ist mE notwendig, die Anrede (separat) wählen zu können.
Nicht alle Menschen können oder wollen ihr (offizielles) Geschlecht ändern. Muss so einePerson also ihr Geschlecht angeben, muss sie entweder lügen (was das offizielle angeht) oder sich selber misgendern.
Ich empfinde die Frage nach der Geschlechtszugehörigkeit oft als unnötig bis übergriffig; in den seltensten Fällen ist sie wirklich begründet (mir fällt tatsächlich kein einziger wirklicher Grund ein).
Leela Torres
Als Antwort auf Chubbypunk • • •@Chubbypunk
Es gibt statistische Daten, die an Behörden übermittelt werden müssen, da ist Geschlecht dabei. Einzig anderer Punkt, der mir noch einfällt ist die Betriebsratswahl, wo es einen Ausgleich an Sitzen für das Geschlecht in der jeweiligen Firma, das als Minderheit gilt. Das Gesetz dafür ist aber noch so alt, dass es noch vom binären Zustand ausgeht... 🙈
Aber ich stimme dir zu, das Geschlecht ist so gut wie nie relevant zu wissen. Selbst bei Dienstkleidung sollte es nur von Körperform und persönlicher Preferenz abhängen. Gibt genug Urteile in die Richtung
fink
Als Antwort auf Leela Torres • • •Leela Torres
Als Antwort auf fink • • •Das Verknüpfen von Geschlecht mit Anrede war ja schon seit eh und je die größte Form von Geiz bzw Datentypkonflikt ever. War schon als man nur von binär ausging, oft genug falsch verwendet 🙈
Aljoscha Rittner (beandev)
Als Antwort auf Leela Torres • • •@der_zaunfink
Leela Torres
Als Antwort auf Aljoscha Rittner (beandev) • • •Fände ich auch toll. Aber keine Ahnung ob dann auch "ihre Durchlaucht" und ähnliches damit entsteht. Da könnten sich die Bürokraten wieder überfordert fühlen.
Hatte auch schon Vorschläge gelesen, da dann "moin" oder "Hallo" rein zu schreiben, was ich total feiern würde
Aljoscha Rittner (beandev)
Als Antwort auf Leela Torres • • •@der_zaunfink
fink
Als Antwort auf Aljoscha Rittner (beandev) • • •@beandev
Kleine Verständnisfrage: Was ist der Unterschied zwischen "Anrede" und "Briefanrede"?
@LeelaTorres
Aljoscha Rittner (beandev)
Als Antwort auf fink • • •Anrede war ein Standard-Feld, um diese leidigen Herr, Frau,... Sachen zu erfassen, die man aus anderen Systemen immer mitgeliefert bekam (was hier im Thread ja besprochen wurde, was nicht hinreichend ist). Die Briefanrede war der Einleitungssatz, wie man schriftlich die Person Ansprach (Hallo, Sehr geehrter Herr, Liebe, usw usf)
@LeelaTorres
Chubbypunk
Als Antwort auf fink • • •fink
Als Antwort auf Chubbypunk • • •@Chubbypunk
Ich bin da bei dir. Meistens sind die Erfassung und Markierung überflüssig.
Es bleiben trotzdem noch manchmal anlassbedingt einige Dinge zu navigieren (Anredeformen, Pronomen usw.) Aber die sollten freiwillig und wesentlich flexibler gehandhabt werden.
Positiv sehe ich es, wenn Nicht-Binarität irgendwo explizit sichtbar wird (allgemeine Neutralität leistet das ja nun mal nicht), aber generell bin ich auch dafür, Geschlecht viel weniger wichtig zu nehmen - in den allermeisten Situationen ist es das nicht.
@LeelaTorres
Jaddy
Als Antwort auf Chubbypunk • •@Chubbypunk @fink @Leela Torres Dieses "Geschlecht abfragen" ist ja gar nicht so einfach (wie sich das cis-bin Leute so vorstellen)
Es gibt dieses wunderbare EUGH Urteil, dass zB für die allermeisten Geschäfte die tatsächliche Geschlechtsabfrage unzulässig ist - wegen DSGVO. Stichwort "Zweckbestimmung". Wenn dein Geschäft das nicht explizit benötigt, muss es eigentlich weggelassen werden.
Nicht nur dei Abfrage ist problematisch. Falls ein Geschäft sein Angebot (für die Allgemeinheit) tatsächlich nach „Geschlecht“ (äh, welchem?) unterscheidet - und das meint nicht Kl
... mehr anzeigen@Chubbypunk @fink @Leela Torres Dieses "Geschlecht abfragen" ist ja gar nicht so einfach (wie sich das cis-bin Leute so vorstellen)
Es gibt dieses wunderbare EUGH Urteil, dass zB für die allermeisten Geschäfte die tatsächliche Geschlechtsabfrage unzulässig ist - wegen DSGVO. Stichwort "Zweckbestimmung". Wenn dein Geschäft das nicht explizit benötigt, muss es eigentlich weggelassen werden.
Nicht nur dei Abfrage ist problematisch. Falls ein Geschäft sein Angebot (für die Allgemeinheit) tatsächlich nach „Geschlecht“ (äh, welchem?) unterscheidet - und das meint nicht Klamotten für „Damen" oder „Herren“ - muss das wirklich sehr gut begründet werden, sonst ist es möglicherweise per AGG oder sogar Art.3(3) GG angreifbar.
Die Anrede ist ausserdem keine Abfrage nach Geschlecht. Sie ist auch keine für den Geschäftszweck notwendige Angabe, daher auch höchstens optional zulässig - und hat keinen Zusammenhang mit dem amtlichen Eintrag (sondern kann frei von Fall zu Fall gewählt werden). Stichwort „Bahn-Urteil“.
Zum Schluss: Im (Personal)Ausweis steht kein Geschlecht. Auch nicht in der Fahrerlaubnis oder (den meisten) anderen amtlichen Nachweisen. Die allermeisten Menschen könnten ihr amtliches Geschlecht gar nicht „beweisen“. Zur Identifikation ist der Eintrag schlicht irrelevant.
Einzig im Reisepass steht ein F, M oder X; was nicht mal das volle Spektrum deutscher Optionen abdeckt. Reisepässe folgen aber internationalen Abkommen.
Juristisches Schmankerl: Das BVerfG hat 2017 im Entscheid zur Dritten (positiven) Option dem deutschen Staat freigestellt, auf die (zwangsweise) amtliche Erfassung komplett zu verzichten. Da sind in der Union ein paar Köpfe explodiert... Technisch lässt sich das seit 2024 per Selbstbestimmungsgesetz nachholen, indem der Eintrag gestrichen wird.
(Aber macht das nicht unüberlegt! Das hat in D und anderen Ländern ggf ungewollte Konsequenzen; blog.enby-box.de/20240813_selb…)
Jaddy
2024-08-13 12:06:49
mögen das
Leela Torres und fink mögen das.
Jaddy
Als Antwort auf Chubbypunk • •@Chubbypunk @fink Dieses "Geschlecht abfragen" ist ja gar nicht so einfach (wie sich das cis-bin Leute so vorstellen)
Es gibt dieses wunderbare EUGH Urteil, dass zB für die allermeisten Geschäfte die tatsächliche Geschlechtsabfrage unzulässig ist - wegen DSGVO. Stichwort "Zweckbestimmung". Wenn dein Geschäft das nicht explizit benötigt, muss es eigentlich weggelassen werden.
Nicht nur dei Abfrage ist problematisch. Falls ein Geschäft sein Angebot (für die Allgemeinheit) tatsächlich nach „Geschlecht“ (äh, welchem?) unterscheidet - und das meint nicht Klamotten für „Damen" oder „Herren“ - muss das wirklich sehr gut begründet werden, sonst
... mehr anzeigen@Chubbypunk @fink Dieses "Geschlecht abfragen" ist ja gar nicht so einfach (wie sich das cis-bin Leute so vorstellen)
Es gibt dieses wunderbare EUGH Urteil, dass zB für die allermeisten Geschäfte die tatsächliche Geschlechtsabfrage unzulässig ist - wegen DSGVO. Stichwort "Zweckbestimmung". Wenn dein Geschäft das nicht explizit benötigt, muss es eigentlich weggelassen werden.
Nicht nur dei Abfrage ist problematisch. Falls ein Geschäft sein Angebot (für die Allgemeinheit) tatsächlich nach „Geschlecht“ (äh, welchem?) unterscheidet - und das meint nicht Klamotten für „Damen" oder „Herren“ - muss das wirklich sehr gut begründet werden, sonst ist es möglicherweise per AGG oder sogar Art.3(3) GG angreifbar.
Die Anrede ist ausserdem keine Abfrage nach Geschlecht. Sie ist auch keine für den Geschäftszweck notwendige Angabe, daher auch höchstens optional zulässig - und hat keinen Zusammenhang mit dem amtlichen Eintrag (sondern kann frei von Fall zu Fall gewählt werden). Stichwort „Bahn-Urteil“.
Zum Schluss: Im (Personal)Ausweis steht kein Geschlecht. Auch nicht in der Fahrerlaubnis oder (den meisten) anderen amtlichen Nachweisen. Die allermeisten Menschen könnten ihr amtliches Geschlecht gar nicht „beweisen“. Zur Identifikation ist der Eintrag schlicht irrelevant.
Einzig im Reisepass steht ein F, M oder X; was nicht mal das volle Spektrum deutscher Optionen abdeckt. Reisepässe folgen aber internationalen Abkommen.
Juristisches Schmankerl: Das BVerfG hat 2017 im Entscheid zur Dritten (positiven) Option dem deutschen Staat freigestellt, auf die (zwangsweise) amtliche Erfassung komplett zu verzichten. Da sind in der Union ein paar Köpfe explodiert... Technisch lässt sich das seit 2024 per Selbstbestimmungsgesetz nachholen, indem der Eintrag gestrichen wird.
(Aber macht das nicht unüberlegt! Das hat in D und anderen Ländern ggf ungewollte Konsequenzen; blog.enby-box.de/20240813_selb…)
Jaddy
2024-08-13 12:06:49
fink mag das.
fink
Als Antwort auf Jaddy • • •@jaddy@friend.enby-box.de
Danke für deine wie immer fundierten Ergänzungen und Fragestellungen.
Wenn ich es richtig verstehe, geht es im konkreten Fall um die Personalverwaltung in einem Betrieb oder einer Behörde. Kannst du dazu evtl. auch etwas sagen? Gibt es da auch schon Urteile aus neuerer Zeit?
@Chubbypunk @Jaddy@blog.enby-box.de
Nike Leonhard
Als Antwort auf Leela Torres • • •Ellejay
Als Antwort auf Leela Torres • • •"Herr, Frau, Neutral" o.Ä. wirkt deutlich vielversprechender. (Und wenn das Geschlecht abgefragt wird, wirkt nur drei der vier Optionen anzubieten einfach stümperhaft.)
zahlenzauber*in
Als Antwort auf Leela Torres • • •Truhe
Als Antwort auf Leela Torres • • •Early Twix 🏳️🌈
Als Antwort auf Leela Torres • • •es gibt die furchtbarsten Möglichkeiten. Wenn man dann divers auswählt - weil obwohl ich mich eher weiblich definiere ich die Anrede Frau nicht sonderlich mag - und dann einen Brief mit
"Hallo Divers Twix" bekommt.
"Guten Tag Twix". Das ist auch Mist.
Vielleicht sollte die Auswahl lauten:
o Vorname Nachname
o Herr Nachname
o Frau Nachname
wenn man es ganz schön machen will auch noch das.
o Nachname
o Vorname
Wenn man schon nach Anrede fragt
Leela Torres
Als Antwort auf Early Twix 🏳️🌈 • • •Im Brief stimme ich dir total zu. Da reicht Name völlig.
Da bei uns aber auf "du"-Form kommuniziert wird, reduziert sich die Anrede völlig auf den Adressblock
fink
Als Antwort auf Leela Torres • • •Ich bin noch nicht sicher, ob ich die Frage richtig verstehe. Warum ist für das Erfassen der Adresse eine geschlechtliche Anrede notwendig?
@EarlyTwix
Leela Torres
Als Antwort auf fink • • •Ausgezeichnete Frage. Aus meiner Sicht überhaupt nicht. Kann eigentlich nur Gewohnheit sein.
... ich vermute es ist aber "einfacher" weitere Optionen zu ergänzen, als das ganze Feld zu streichen 🙈
fink
Als Antwort auf Leela Torres • • •Leela Torres
Als Antwort auf fink • • •Ich fürchte wenn bürokratische Schnittstellen gemeint sind, muss dann unbedingt gesetztes und identitätskonformes Zeug hin, wo wir beim Mist vom Anfang sind. Da geht doch keine progressiven selbst gewählten Angaben.
Wenn Geschlecht in Akte steht, außer Statistik und Wahlordnung für niemand sichtbar, wäre ich der Meinung, dass für Kommunikation, sei es jetzt Anschrift, oder Ansprache, was selbst gewähltes gelten müsste. Und da sollte es auch möglich sein auf Anrede zu verzichten.
Early Twix 🏳️🌈
Als Antwort auf fink • • •Aber wenn zur Adresse eine Mail oder ein Brief folgt wäre es schön Menschen so ansprechen zu können wie sie das bevorzugen.
Herr/Frau Nachname ist in unsere Sprache eine korrekte und höfliche Anrede. Jetzt sind neue Optionen dazugekommen und höflicherweise sollte man fragen wie die Menschen denn angesprochen werden wollen.
Jaddy mag das.
Jaddy
Als Antwort auf Early Twix 🏳️🌈 • •@Early Twix 🏳️🌈 @fink @Leela Torres So ist das. Mindestens weglassen können wäre angenehm.
Eine Lösung, die die Duden-Redaktion seit Jahren auf ihren Seiten hat: „Guten Tag, vorname nachname“; duden.de/sprachwissen/sprachra… (bitte ignorieren, dass sie immer noch vom Geschlechtseintrag im Personalausweis schreiben. Da ist keiner drin 🙂)
Klingt höchstens zu Beginn etwas ungewohnt. Viele Unternehmen machen das schon so; auch weil das viele Schnittstellenprobleme beseitigt.
Ach ja: Im Adresslabel ist die Anrede natü
... mehr anzeigen@Early Twix 🏳️🌈 @fink @Leela Torres So ist das. Mindestens weglassen können wäre angenehm.
Eine Lösung, die die Duden-Redaktion seit Jahren auf ihren Seiten hat: „Guten Tag, vorname nachname“; duden.de/sprachwissen/sprachra… (bitte ignorieren, dass sie immer noch vom Geschlechtseintrag im Personalausweis schreiben. Da ist keiner drin 🙂)
Klingt höchstens zu Beginn etwas ungewohnt. Viele Unternehmen machen das schon so; auch weil das viele Schnittstellenprobleme beseitigt.
Ach ja: Im Adresslabel ist die Anrede natürlich komplett überflüssig.
Wenn ich so eine mangelhafte Optionenliste bekomme, würfle ich entweder oder entscheide mich für's kleinere Übel - aber sende sofort danach eine Beschwerde hinterher, dass ich „lügen" musste und sie doch bitte mal langsam (grund)rechtskonform werden sollen. Referenzen zu den Bahn-Urteilen und so weiter.
mögen das
Leela Torres und fink mögen das.
fink
Als Antwort auf Early Twix 🏳️🌈 • • •@EarlyTwix
Ja klar. Man kann nicht-binäre Anredeformen ergänzen, man könnte aber im Schriftverkehr genauso gut entscheiden, alle Menschen generell ohne Bezug auf ihr Geschlecht anzureden, was vieles vereinfachen würde. Das Gefühl von (Un-)Höflichkeit ist sicher ein Aspekt, der dabei eine Rolle spielen sollte, ich halte dieses Gefühl aber auch in gewissem Rahmen für veränderbar.
@LeelaTorres
Early Twix 🏳️🌈
Als Antwort auf fink • • •@der_zaunfink @LeelaTorres. Meine Eltern möchten vielleicht gern mit Herr und Frau Nachname angesprochen werden, und das steht Ihnen zu, genauso, wie es meinem Kind zusteht, mit Vornamen Nachname angesprochen zu werden und Neopronomen zu verwenden.
ich finde es etwas seltsam jetzt vor dem Hintergrund, dass man selbst die Anrede Herr/Frau für sich nicht verwendet sehen möchte, nun anderen nahe zu legen, auch auf diese Anrede zu verzichten 1/
Early Twix 🏳️🌈
Als Antwort auf Early Twix 🏳️🌈 • • •fink
Als Antwort auf Early Twix 🏳️🌈 • • •Das Argument kann ich nachvollziehen.
Ich halte eine Gesellschaft, in der Geschlecht nicht bei absolut jeder Kommunikation und gegenseitigen Wahrnehmung zum Thema werden muss, immer noch für erstrebenswert - angesichts der offensichtlichen Nachteile - und ich finde es legitim, Geschlechtsabfragen oder Zuweisungen als Norm in jeder Kommunikationssituation in Frage zu stellen - auch solche mit erweiterten Optionen.
Ich gebe dir aber recht, dass es auch erstrebenswert ist, Menschen die Wahl zu lassen.
Woran ich nicht mehr glaube, ist eine Änderung des bestehenden Systems ohne Verlusterfahrungen und Konflikte. Für mich bleibt es ein Navigieren zwischen legitimen Interessen - ohne eindeutiges Rezept für jede Situation.
@LeelaTorres
089chris
Als Antwort auf Leela Torres • • •Ich identifiziere mich zwar persönlich nicht als divers, kreuze aber bei Umfragen, Gewinnspielen, Online-Bestellung und allen Gelegenheiten, bei denen das abgefragt wird, immer die dritte Möglichkeit an.
Einfach nur um die Sichtbarkeit von nonbinären in der Gesellschaft zu erhöhen und den Firmen zu zeigen, dass mehr als zwei Auswahlfelder wirklich notwendig sind.
Dreda
Als Antwort auf 089chris • • •@089chris
Das mache ich auch, die Gründe sind identisch. :)
Mails beginne ich ganz einfach mit "Guten Tag,..."
@LeelaTorres
Mensch, Marina
Als Antwort auf Leela Torres • • •T Lisa B
Als Antwort auf Leela Torres • • •Mir ist es sehr wichtig, dass die Option "Keine Anrede" zur Verfügung steht, denn ich schreibe in Formulare in beide Felder (VN, NN) meinen Nachnamen.
Ausser für "verwaltungsrechtliche" Vorgänge braucht niemand meine 2 (per SBGG geänderten) Vornamen.
Bietet also z.B. ein Online-Shop keine Option "Keine Anrede" und es gib keine Alternative, sende ich meine Bestellung per eMail, mit dem Hinweis, dass das Formular diskriminierend ist. Hilft oft. Wenn nicht, verzichte ich.
Net Gremlin 🚴🏻 🐧 🇩🇪 🇪🇺
Als Antwort auf Leela Torres • • •charly ⚧️
Als Antwort auf Leela Torres • • •Als Kategorie wäre "diverse" noch okay gewesen. Aber eigentlich müsste es korrekt "divergent" bzw. "divergierend" heißen.
Und das wäre noch immer keine Anrede.
/rant over ^^
tomarsch
Als Antwort auf Leela Torres • • •@Frau_Mensch Es ist ein billiger Kompromiss, um sich ein weiteres Datenfeld im Formular zu sparen - aus "divers" wird statt "Sehr geehrte/r Frau/Herr" einfach nur "Guten Tag Vorname Name" in der Grußformel, die Anrede wird weggelassen.
Es ist mir unangenehm aufgefallen, wie ignorant damit umgegangen wird. Man denkt hierbei offenbar nur an die Datenverarbeitung, nicht an die Betreffenden selbst. Buuuh! 👎
fink
Als Antwort auf tomarsch • • •@tomarsch
Dann aber bitte aus Gleichbehandlungsgründen für *alle* "Guten Tag" und nicht nur für manche. Es wird eh Zeit, dieses altmodische Geehre etwas zu modernisieren.
@LeelaTorres
Leela Torres
Als Antwort auf fink • • •Sowieso!
Leela Torres
Als Antwort auf tomarsch • • •@tomarsch @Frau_Mensch
Ja, diese Variante würde ich auch total bevorzugen. Es wird bei automatischen Mails eh meist to falsch gegendert.
Teilweise war noch, "damit ich weiß, wie ich dich gendern soll", aber das lässt sich auch fragen.
Ich habe aber mehrfach erlebt, dass selbst mit Unterstützung der Datenschützer, denen auch keiner einen notwendigen Zweck nennen konnte, trotzdem drauf beharrt wurde, dass es gebraucht wird. 🙄
... sind wohl ähnliche Leute wie die, die früher hartnäckig "Fräulein" in Anrede behalten wollten. 😱
Aurin Azadî
Als Antwort auf Leela Torres • • •Nervt sehr. Wie ja schon gesagt wurde: „Divers“ ist keine Anrede. Ich hab nach der Wahl eines solchen Feldes schon einiges an Grußformeln gesehen; keine davon erscheint mir sinnvoll, angemessen oder respektvoll.
Wobei es auch noch Webshops gibt, die tatsächlich nur „Herr“ oder „Frau“ kennen.
Ich bin mit „Guten Tag“ oder „Hallo“ am Anfang eines Briefes oder einer E-Mail völlig zufrieden, und im Adreßfeld muß da gar nichts stehen.
i. celeste aurora [witchzard]
Als Antwort auf Leela Torres • • •Wir betreiben sein 25 Jahren einen Online-Dienst, Zuelgruppe sind Unternehmen. Dort werden auch solche Daten erfasst (für die Kommunikation). Es war als Anrede immer nur "Herr" oder "Frau" möglich (wir benutzen die förmliche Sprache, also sowas wie "Sehr geehrter Herr"/"Sehr geehrte Frau").
Nun wissen wir, dass wir User:innen haben, die auf eine förmliche Anrede in Emails bestehen (egal aus welchem Grund, das geht uns nix an). Da wir das Eine beibehalten aber auch das Andere ermöglichen wollten, haben wir jetzt als Anrede-Optionen "Frau", "Herr", und "Keine".
Im letzteren Falle gehen Emails raus mit:
Guten Tag [Vorname]
[Nachname]Ich denke, dass dies eine sehr elegante Lösung war und bin als non-binärer Mensch sehr zufrieden damit.
In einer Anrede-Auswahl "Divers" zu haben finde ich ungeschickt-bis-ignorant, da das eine mit dem anderen nichts zu tun hat.
Mit unserer Lösung haven wir alle vier Möglichkeiten des Geschlechtseintrags in Deutschland abgedeckt, ohne das Geschlecht der Person abgefragt zu er
... mehr anzeigenWir betreiben sein 25 Jahren einen Online-Dienst, Zuelgruppe sind Unternehmen. Dort werden auch solche Daten erfasst (für die Kommunikation). Es war als Anrede immer nur "Herr" oder "Frau" möglich (wir benutzen die förmliche Sprache, also sowas wie "Sehr geehrter Herr"/"Sehr geehrte Frau").
Nun wissen wir, dass wir User:innen haben, die auf eine förmliche Anrede in Emails bestehen (egal aus welchem Grund, das geht uns nix an). Da wir das Eine beibehalten aber auch das Andere ermöglichen wollten, haben wir jetzt als Anrede-Optionen "Frau", "Herr", und "Keine".
Im letzteren Falle gehen Emails raus mit:
Guten Tag [Vorname]
[Nachname]Ich denke, dass dies eine sehr elegante Lösung war und bin als non-binärer Mensch sehr zufrieden damit.
In einer Anrede-Auswahl "Divers" zu haben finde ich ungeschickt-bis-ignorant, da das eine mit dem anderen nichts zu tun hat.
Mit unserer Lösung haven wir alle vier Möglichkeiten des Geschlechtseintrags in Deutschland abgedeckt, ohne das Geschlecht der Person abgefragt zu erscheinen.
Jaddy mag das.
Zora Elbe
Als Antwort auf Leela Torres • • •moin
Als Antwort auf Leela Torres • • •Bei den Grünen lässt sich ein String für die Anrede reinschreiben.
Der wird dann von Menschen geprüft damit da keine sachen wie "Ey $name du $schimpfwort" drin stehen.
Bei mir steht da "Moin $name"
Als auswahl für die Geschlechtsstatistik gibt es m/w/d und undefiniert. Ich habe undefiniert genommen.
Morothar ☿
Als Antwort auf Leela Torres • • •Und dann fällt mir ein, wie oft ich nur Mann/Frau wählen kann, mir jegliche Energie mich zu beschweren oder zu klagen fehlen. Dann seufze ich laut und mache müde mit dem Ausfüllen des Formulars weiter...