Kulturstaatsminister und Feuilletonisten laufen Sturm gegen das Gendern und erklären die Gemeinheit zur Staatsräson. Unser Autor sagt: Es reicht. taz.de/!6101942
Gerade diejenigen, die gegen das Genderverbot sind, UND gleichzeitig noch z.B. als Journalist:Innen eine große Reichweite besitzen, könnten als Reaktion doch einfach mal anfangen, und „Männer mitmeinen“…!
Das wäre mal ein starkes Signal, vielleicht noch als Aktion mehrerer Medien zusammen, und würde wesentlich mehr bewirken als noch ein Kommentar oder Gemeckere in einem weiteren Artikel!
Können die Kulturstaatsminister mal bitte die Klappe halten. Hier in Deutschland kann immer noch jeder Gendern wie er möchte. "Räson" Vernunft/Verstand en GG Artikel 2 Absatz 1.
Ich finde Gendersternchen und Co. auch hässlich. So, ich hab’s gesagt. Manchmal benutze ich ein Apostroph, weil ich das für typografisch schlüssiger halte, meistens setze ich auf Doppelnennung. Selten benutze ich immer noch das generische Maskulinum, wenn ich mal nicht dran denke oder in Eile bin.
Was bedeutet das jetzt für alle anderen Schreiber’innen, Schreiber und -innen, Schreiberinnen und Schreiber sowie Schreibenden?
Richtig: GAR NIX! Schreibt doch einfach, wie ihr wollt! 🤦
@proedie Rein typografisch stimme ich dir zu. Der Apostroph steht sogar in den Regeln des Rats für deutsche Rechtschreibung als zulässiges Verkürzungszeichen („Ku’damm“, „D’dorf“). Ob sie „Bürger’innen“ für „Bürger, Bürgerinnen und alle dazwischen und ausserhalb“ akzeptieren würden, bezweifle ich allerdings 😏
Probleme macht der Apostroph jedoch für Sehbehinderte. Ebenso wie der Doppelpunkt. Screenreader lesen ihn offenbar meistens korrekt, aber optisch ist er manchmal schwer zu erkennen, weshalb der DBSV im Zweifel den Asterisk (*) empfiehlt.
Mindestens bei staatlichen Stellen dürfte sich also die Stelle für Barrierefreiheit melden.
Der Asterisk steht allerdings auch für Vielfalt in alle Richtungen, und schliesst damit auch jene ein, die bei Doppelnennung unter den Tisch fallen: Nichtbinäre Menschen wie mich. Menschen „
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@proedie Rein typografisch stimme ich dir zu. Der Apostroph steht sogar in den Regeln des Rats für deutsche Rechtschreibung als zulässiges Verkürzungszeichen („Ku’damm“, „D’dorf“). Ob sie „Bürger’innen“ für „Bürger, Bürgerinnen und alle dazwischen und ausserhalb“ akzeptieren würden, bezweifle ich allerdings 😏
Probleme macht der Apostroph jedoch für Sehbehinderte. Ebenso wie der Doppelpunkt. Screenreader lesen ihn offenbar meistens korrekt, aber optisch ist er manchmal schwer zu erkennen, weshalb der DBSV im Zweifel den Asterisk (*) empfiehlt.
Mindestens bei staatlichen Stellen dürfte sich also die Stelle für Barrierefreiheit melden.
Der Asterisk steht allerdings auch für Vielfalt in alle Richtungen, und schliesst damit auch jene ein, die bei Doppelnennung unter den Tisch fallen: Nichtbinäre Menschen wie mich. Menschen „dazwischen und ausserhalb“ (Böhmermann’sches Inklusivum)
Tatsächlich ist die Doppelnennung sogar noch einen Schritt ausgrenzender als das (angeblich) „generische Maskulin“, weil es ausdrücklich nur zwei von vier amtlichen Geschlechtsoptionen aufzählt und damit alle anderen in den beiden Sammel-Optionen enthaltenen Gender explizit ausschliesst.
Mal abgesehen von der simplen Notwendigkeit, noch eine ziemlich lange Zeit auf die Existenz aller nicht-maskulinen Menschen hinzuweisen, damit sie endlich gleichberechtigt teilhaben können, wäre letztlich eine allgemein akzeptierte gender- und genus-freie Form schön. Ob es das Phettberg/Kronschläger’sche -y ist oder das Hornscheidt’sche -x oder etwas anderes, kurz und flüssig schreib- und sprechbares wäre mir dann egal 😊
@jaddy > Ob sie „Bürger’innen“ für „Bürger, Bürgerinnen und alle dazwischen und ausserhalb“ akzeptieren würden, bezweifle ich allerdings.
Man müsste es nur so drehen, dass »Bürger« am Anfang und »innen« am Ende steht, damit es als Auslassung durchgeht. Zum Beispiel »Bürger bis Bürgerinnen«. 🤔
@jaddy Ich werfe mal uni-wuerzburg.de/aktuelles/ein… in de Raum. Hat aber auch Schwächen, da ich bei "Die Nachrichtensprecher trugen schicke Anzüge und Kleider“ auch Jens Riewa im Kleid sah. 😇 @proedie
Das generische Maskulinum betont in der Regel die männliche Seite. Daran ändert auch der Hinweis nichts, dass selbstverständlich alle Geschlechter gemeint seien. Das zeigt eine neue Studie Würzburger Psychologen.
Zum einen fehlen nichtbinäre Menschen wie ich in der Betrachtung. Es ist ein ganz wichtiger Effekt von „*innen“, etc. sich nicht nur von rein männlicher Perspektive zu trennen, sondern auch von binärer Segregation. Sonst stehen Menschen wie ich - und auch trans Personen generell - ständig vor zwei Türen und der Frage, wo sie am wenigsten Konflikt und potenziell Gewalt riskieren.
Das Testdesign zielt zudem auf genderbinäre und heteronormative Stereotypen ab, mit Testsätzen wie „Die Nachrichtensprecher trugen schicke Anzüge und Kleider“ oder „Einige der Musiker flirteten miteinander“.
Zum einen fehlen nichtbinäre Menschen wie ich in der Betrachtung. Es ist ein ganz wichtiger Effekt von „*innen“, etc. sich nicht nur von rein männlicher Perspektive zu trennen, sondern auch von binärer Segregation. Sonst stehen Menschen wie ich - und auch trans Personen generell - ständig vor zwei Türen und der Frage, wo sie am wenigsten Konflikt und potenziell Gewalt riskieren.
Das Testdesign zielt zudem auf genderbinäre und heteronormative Stereotypen ab, mit Testsätzen wie „Die Nachrichtensprecher trugen schicke Anzüge und Kleider“ oder „Einige der Musiker flirteten miteinander“.
(Für die cis-bin-het Leute: Auch nicht-Männer können Anzüge tragen, auch nicht-Frauen Kleider. „Kleider“ ist immer noch ein zulässiges Synonym für „Kleidung“. Und auch männliche Musiker können/dürfen miteinander flirten).
Was solche Texte für bzw gegen ein offeneres Weltbild tun, wäre in anderen Studien mal zu ermitteln. Das bekannte Beispiel mit Vater & Sohn, Unfall, Chirurg fällt mir da sofort ein.
Dann: Wenn ich die Zahlen richtig interpretiere, ist der numerische Effekt nicht sonderlich hoch. Das spricht für mich eher für ein insgesamt recht genderinklusives Weltbild der Testpersonen. Erstaunlich gut, weil immerhin 64% der TP männlich waren. Der demografische Querschnitt würde mich interessieren, also auch, wer denn so bei www.prolific.com mitmacht.
Das zweite Experiment halte ich für ein Fehldesign. Ein „^“ am Wortende hat einfach nicht den gleichen visuellen Effekt wie ein „*innen“. Das räumen die Autoren auch indirekt ein::
—— Zitat An interesting parallel can be drawn between the present Study 2 and the study by Körner et al. (2022). These authors compared gender representations elicited by the GM with those elicited by the gender-star form, which is considered the predominant gender-inclusive alternative to the GM in German. It corresponds to the feminine form, where an asterisk conveys the inclusive intention by separating the word stem from the female suffix (e.g., die Lehrerinnen). While we found that merely reminding readers of the GM’s intended inclusivity did not eliminate a male bias, Körner et al. (2022) observed a female bias for the gender-star form such that sentence continuations describing women as compared to men were accepted faster and more often than those describing men. Thus, both studies suggest a dominance of the semantic priming (male or female) that is difficult to overcome by mere flagging (“^” or “”) to remind recipients of the intended generic meaning. However, it should be noted that in the Körner et al. (2022) study, the female bias elicited by the gender star form was somewhat weaker than the male bias elicited by the GM and was not repli- cated in a different experimental paradigm (Zacharski & Ferstl, 2023). In a recent lin- guistic analysis, the gender-star form’s suffix has even been suggested to operate as an independent semantic prime (Völkening, 2022). In any case, more research is needed to better understand the operation of associative and propositional mechanisms when processing gender-inclusive forms. —— Ende
Kurz: Ihr „^“ hatte immer noch einen male bias, das „*innen“ einen (schwächeren) female bias (der nicht wirklich bestätigt werden konnte) und eine andere Studie legt nahe, dass „*innen“ (inzwischen?) als ganz eigene, inklusive Form wahrgenommen wird. Also so wie es sein sollte.
@jaddy Ja das hat mich auch gestört, da es ganz spannend anfing, dann aber keine angemessen komplexe Differenzierung mehr Platz fand, gerade wegen des professionell psychologischen Hintergrund hätte ich das erwartet. Allerdings konnte ich das dort verlinkte Paper dazu nicht lesen.. @proedie
@jaddy Ich persönlich folge keiner festen Regel, mal finde ich dies oder das passender aus unterschiedlichsten Gründen, so wie ich auch mal Wortschöpfungen kreiere die es so nicht gibt, weils mir irgendwie schwerfällt Dinge so auszudrücken wie ich sie meine.
Der *Stern löst bei mir einen kleinen Fußnotenschock aus, auf bösen Vertragshinweis im Kleingedruckten 😁, auch Emoticons sahen mal so aus, oder Textmarkierungen wenn der Efekt nicht dargestellt wird, aber komm schon klar mit 🤷♂️ @proedie
@jaddy Ja nee, hängt alles hinter #cloudflare.. aber du hattest ja schon daraus zitiert? Also, für so komplexere Texte taugt mein Englisch dann einfach nicht.
@derfopps Freundlicher Hinweis: Deine Ironie erschließt sich nicht allen beim Lesen. Denk dran, dass hier Leute dich nicht kennen und ohne Intonation nicht klar wird, wie du das meinst. Dann wirkt es auf manche so, als wärst du selbst kein "linksgrüner Wokist", sondern eher ein brauner AfDist. Einfachste Hilfe sind Ironiezeichen "^^", die zugegeben leider aus der Mode gekommen und entsprechend unbekannt sind.
Weimer vs. Gendern? Der ältere Herr soll sich mal locker machen. Hat offenbar keine anderen Sorgen. Könnte sich mal um den Kulturbetrieb kümmern. Dem geht es dem Vernehmen nach nicht ganz so gut wie Herrn Weimer, und ich dachte doch, dass das sein Ressort ist. War es nicht so?
Ulli
Als Antwort auf taz • • •Gerade diejenigen, die gegen das Genderverbot sind, UND gleichzeitig noch z.B. als Journalist:Innen eine große Reichweite besitzen, könnten als Reaktion doch einfach mal anfangen, und „Männer mitmeinen“…!
Das wäre mal ein starkes Signal, vielleicht noch als Aktion mehrerer Medien zusammen, und würde wesentlich mehr bewirken als noch ein Kommentar oder Gemeckere in einem weiteren Artikel!
Einfach mal machen…!!
Samson - tief In Berlin
Als Antwort auf taz • • •Hier in Deutschland kann immer noch jeder Gendern wie er möchte.
"Räson" Vernunft/Verstand en GG Artikel 2 Absatz 1.
proedie
Als Antwort auf taz • • •Ich finde Gendersternchen und Co. auch hässlich. So, ich hab’s gesagt. Manchmal benutze ich ein Apostroph, weil ich das für typografisch schlüssiger halte, meistens setze ich auf Doppelnennung. Selten benutze ich immer noch das generische Maskulinum, wenn ich mal nicht dran denke oder in Eile bin.
Was bedeutet das jetzt für alle anderen Schreiber’innen, Schreiber und -innen, Schreiberinnen und Schreiber sowie Schreibenden?
Richtig: GAR NIX! Schreibt doch einfach, wie ihr wollt! 🤦
Jaddy
Als Antwort auf proedie • •@proedie Rein typografisch stimme ich dir zu. Der Apostroph steht sogar in den Regeln des Rats für deutsche Rechtschreibung als zulässiges Verkürzungszeichen („Ku’damm“, „D’dorf“). Ob sie „Bürger’innen“ für „Bürger, Bürgerinnen und alle dazwischen und ausserhalb“ akzeptieren würden, bezweifle ich allerdings 😏
Probleme macht der Apostroph jedoch für Sehbehinderte. Ebenso wie der Doppelpunkt. Screenreader lesen ihn offenbar meistens korrekt, aber optisch ist er manchmal schwer zu erkennen, weshalb der DBSV im Zweifel den Asterisk (*) empfiehlt.
Mindestens bei staatlichen Stellen dürfte sich also die Stelle für Barrierefreiheit melden.
Der Asterisk steht allerdings auch für Vielfalt in alle Richtungen, und schliesst damit auch jene ein, die bei Doppelnennung unter den Tisch fallen: Nichtbinäre Menschen wie mich. Menschen „
... mehr anzeigen@proedie Rein typografisch stimme ich dir zu. Der Apostroph steht sogar in den Regeln des Rats für deutsche Rechtschreibung als zulässiges Verkürzungszeichen („Ku’damm“, „D’dorf“). Ob sie „Bürger’innen“ für „Bürger, Bürgerinnen und alle dazwischen und ausserhalb“ akzeptieren würden, bezweifle ich allerdings 😏
Probleme macht der Apostroph jedoch für Sehbehinderte. Ebenso wie der Doppelpunkt. Screenreader lesen ihn offenbar meistens korrekt, aber optisch ist er manchmal schwer zu erkennen, weshalb der DBSV im Zweifel den Asterisk (*) empfiehlt.
Mindestens bei staatlichen Stellen dürfte sich also die Stelle für Barrierefreiheit melden.
Der Asterisk steht allerdings auch für Vielfalt in alle Richtungen, und schliesst damit auch jene ein, die bei Doppelnennung unter den Tisch fallen: Nichtbinäre Menschen wie mich. Menschen „dazwischen und ausserhalb“ (Böhmermann’sches Inklusivum)
Tatsächlich ist die Doppelnennung sogar noch einen Schritt ausgrenzender als das (angeblich) „generische Maskulin“, weil es ausdrücklich nur zwei von vier amtlichen Geschlechtsoptionen aufzählt und damit alle anderen in den beiden Sammel-Optionen enthaltenen Gender explizit ausschliesst.
Mal abgesehen von der simplen Notwendigkeit, noch eine ziemlich lange Zeit auf die Existenz aller nicht-maskulinen Menschen hinzuweisen, damit sie endlich gleichberechtigt teilhaben können, wäre letztlich eine allgemein akzeptierte gender- und genus-freie Form schön. Ob es das Phettberg/Kronschläger’sche -y ist oder das Hornscheidt’sche -x oder etwas anderes, kurz und flüssig schreib- und sprechbares wäre mir dann egal 😊
Anyway: You do you 👍
mögen das
proedie, Arawynn und Ellejay mögen das.
proedie
Als Antwort auf Jaddy • • •@jaddy > Ob sie „Bürger’innen“ für „Bürger, Bürgerinnen und alle dazwischen und ausserhalb“ akzeptieren würden, bezweifle ich allerdings.
Man müsste es nur so drehen, dass »Bürger« am Anfang und »innen« am Ende steht, damit es als Auslassung durchgeht. Zum Beispiel »Bürger bis Bürgerinnen«. 🤔
Jaddy mag das.
Schlüssellochkind 👁️
Als Antwort auf Jaddy • • •Ich werfe mal uni-wuerzburg.de/aktuelles/ein… in de Raum.
Hat aber auch Schwächen, da ich bei "Die Nachrichtensprecher trugen schicke Anzüge und Kleider“ auch Jens Riewa im Kleid sah. 😇
@proedie
Mitgemeint gleich mitgedacht? Neue Studien zum generischen Maskulinum
www.uni-wuerzburg.deJaddy mag das.
Jaddy hat dies geteilt.
Jaddy
Als Antwort auf Schlüssellochkind 👁️ • •@Schlüssellochkind 👁️ @proedie Danke für den Link. Was mir auffällt:
Zum einen fehlen nichtbinäre Menschen wie ich in der Betrachtung. Es ist ein ganz wichtiger Effekt von „*innen“, etc. sich nicht nur von rein männlicher Perspektive zu trennen, sondern auch von binärer Segregation. Sonst stehen Menschen wie ich - und auch trans Personen generell - ständig vor zwei Türen und der Frage, wo sie am wenigsten Konflikt und potenziell Gewalt riskieren.
Das Testdesign zielt zudem auf genderbinäre und heteronormative Stereotypen ab, mit Testsätzen wie „Die Nachrichtensprecher trugen schicke Anzüge und Kleider“ oder „Einige der Musiker flirteten miteinander“.
(Für die cis-bin-het Leute: Auch nicht-Männer k
... mehr anzeigen@Schlüssellochkind 👁️ @proedie Danke für den Link. Was mir auffällt:
Zum einen fehlen nichtbinäre Menschen wie ich in der Betrachtung. Es ist ein ganz wichtiger Effekt von „*innen“, etc. sich nicht nur von rein männlicher Perspektive zu trennen, sondern auch von binärer Segregation. Sonst stehen Menschen wie ich - und auch trans Personen generell - ständig vor zwei Türen und der Frage, wo sie am wenigsten Konflikt und potenziell Gewalt riskieren.
Das Testdesign zielt zudem auf genderbinäre und heteronormative Stereotypen ab, mit Testsätzen wie „Die Nachrichtensprecher trugen schicke Anzüge und Kleider“ oder „Einige der Musiker flirteten miteinander“.
(Für die cis-bin-het Leute: Auch nicht-Männer können Anzüge tragen, auch nicht-Frauen Kleider. „Kleider“ ist immer noch ein zulässiges Synonym für „Kleidung“. Und auch männliche Musiker können/dürfen miteinander flirten).
Was solche Texte für bzw gegen ein offeneres Weltbild tun, wäre in anderen Studien mal zu ermitteln. Das bekannte Beispiel mit Vater & Sohn, Unfall, Chirurg fällt mir da sofort ein.
Dann: Wenn ich die Zahlen richtig interpretiere, ist der numerische Effekt nicht sonderlich hoch. Das spricht für mich eher für ein insgesamt recht genderinklusives Weltbild der Testpersonen. Erstaunlich gut, weil immerhin 64% der TP männlich waren. Der demografische Querschnitt würde mich interessieren, also auch, wer denn so bei www.prolific.com mitmacht.
Das zweite Experiment halte ich für ein Fehldesign. Ein „^“ am Wortende hat einfach nicht den gleichen visuellen Effekt wie ein „*innen“. Das räumen die Autoren auch indirekt ein::
—— Zitat
An interesting parallel can be drawn between the present Study 2 and the study by
Körner et al. (2022). These authors compared gender representations elicited by the
GM with those elicited by the gender-star form, which is considered the predominant
gender-inclusive alternative to the GM in German. It corresponds to the feminine form,
where an asterisk conveys the inclusive intention by separating the word stem from the
female suffix (e.g., die Lehrerinnen). While we found that merely reminding readers
of the GM’s intended inclusivity did not eliminate a male bias, Körner et al. (2022)
observed a female bias for the gender-star form such that sentence continuations
describing women as compared to men were accepted faster and more often than
those describing men. Thus, both studies suggest a dominance of the semantic
priming (male or female) that is difficult to overcome by mere flagging (“^” or “”)
to remind recipients of the intended generic meaning. However, it should be noted
that in the Körner et al. (2022) study, the female bias elicited by the gender star
form was somewhat weaker than the male bias elicited by the GM and was not repli-
cated in a different experimental paradigm (Zacharski & Ferstl, 2023). In a recent lin-
guistic analysis, the gender-star form’s suffix has even been suggested to operate as an
independent semantic prime (Völkening, 2022). In any case, more research is needed
to better understand the operation of associative and propositional mechanisms when
processing gender-inclusive forms.
—— Ende
Kurz: Ihr „^“ hatte immer noch einen male bias, das „*innen“ einen (schwächeren) female bias (der nicht wirklich bestätigt werden konnte) und eine andere Studie legt nahe, dass „*innen“ (inzwischen?) als ganz eigene, inklusive Form wahrgenommen wird. Also so wie es sein sollte.
Schlüssellochkind 👁️
Als Antwort auf Jaddy • • •Ja das hat mich auch gestört, da es ganz spannend anfing, dann aber keine angemessen komplexe Differenzierung mehr Platz fand, gerade wegen des professionell psychologischen Hintergrund hätte ich das erwartet. Allerdings konnte ich das dort verlinkte Paper dazu nicht lesen..
@proedie
Schlüssellochkind 👁️
Als Antwort auf Schlüssellochkind 👁️ • • •Das "^" hatte ich allerdings als Platzhalter für alle möglichen Varianten die man so aus Diskussionen kennt verstanden.
@proedie
Schlüssellochkind 👁️
Als Antwort auf Schlüssellochkind 👁️ • • •@jaddy
Ich persönlich folge keiner festen Regel, mal finde ich dies oder das passender aus unterschiedlichsten Gründen, so wie ich auch mal Wortschöpfungen kreiere die es so nicht gibt, weils mir irgendwie schwerfällt Dinge so auszudrücken wie ich sie meine.
Der *Stern löst bei mir einen kleinen Fußnotenschock aus, auf bösen Vertragshinweis im Kleingedruckten 😁, auch Emoticons sahen mal so aus, oder Textmarkierungen wenn der Efekt nicht dargestellt wird, aber komm schon klar mit 🤷♂️
@proedie
Jaddy mag das.
Jaddy
Als Antwort auf Schlüssellochkind 👁️ • •bzw journals.sagepub.com/doi/epub/… (epub)
Schlüssellochkind 👁️
Als Antwort auf Jaddy • • •@jaddy
Ja nee, hängt alles hinter #cloudflare.. aber du hattest ja schon daraus zitiert? Also, für so komplexere Texte taugt mein Englisch dann einfach nicht.
@proedie
Philipp
Als Antwort auf taz • • •Manche linksgrünversifften Wokeisten sind echt bekloppt.
--
In diesem Toot sind FAZ-Feuilleton-Herausgeber mitgemeint.
reticuleena Leena Simon
Als Antwort auf Philipp • • •Einfachste Hilfe sind Ironiezeichen "^^", die zugegeben leider aus der Mode gekommen und entsprechend unbekannt sind.
UdoKa
Als Antwort auf taz • • •VERBOTSPARTEI sind die Grünen!
CDUCSUSPDFDPAFD pepräsentieren des VOLKES Willen!
Jo Frahm
Als Antwort auf taz • • •Pseudoxia Pandemica
Als Antwort auf taz • • •