Ich betrachte die jährlichen Böller-Posts ehrlich gesagt mit ein wenig Amusement. Achtung, das könnte jetzt Menschen mit allzu festen Meinungen etwas erregen.
Erstmal: Ich hab schon Silvester-Geböller in Innenstädten erlebt. Jahreswechsel 99/2000 in Hamburg auf der Reeperbahn, Bremer Marktplatz und Viertel und so. Absolute Hölle, keine Frage. Vor allem die reinen Knall-Böller. Die braucht echt kein Mensch, oder?
Allerdings hab ich auch reichlich Silvester ausserhalb von Innenstädten erlebt. Knallerei ist erheblich seltener, vor allem kein „anderen vor die Füsse“ oder so. Mein sehr subjektiver Eindruck ist: Weniger Aggression gegeneinander.
Was ich "auf dem Land" viel besser geniessen kann ist Höhenfeuerwerk aka „Raketen“. Ich mag das wirklich. Nicht laut, sondern bunt. Ja sicher liesse sich auch da über Sinn und Unsinn diskutieren, allerdings endet das meiner Ansicht nach stets so, dass die Leute sich gegenseitig die Flecken auf der ökologischen Heiligkeit der anderen Person unter die Nase reiben. Seien es Plastiktüten, Autobenutzung, Klamottenkauf oder Reisen.
Ich denke, dass die Problematik wie beim Verkehr vor allem in der lokalen Bevölkerungsdichte liegt. Stadt ist immer Stress. Ob Verkehr, Leute, Lärm, Luft, Licht. Vielleicht sollten die reinen Böller komplett verboten werden, und privates Höhenfeuerwerk darf nur in Gegenden unter 1000 Leute pro km^2 gestartet werden. Bremen hat übrigens 1850 und Berlin 4100. Die wären dann komplett raus. Meine Kreisstadt hier hingegen hat 200 Leute pro km^2 und da ist das einfach nur friedlich ☺️
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Ingo Lantschner und Leela Torres haben dies geteilt.
SunDancer
Als Antwort auf Jaddy • • •chris1953
Als Antwort auf Jaddy • • •Jaddy
Als Antwort auf chris1953 • •@chris1953 Ja, es sollte auch bei reinem Bunt-Feuerwerk noch mal diskutiert werden. Gleichzeitig sind, wenn wir die Böller mal komplett abziehen, die Auswirkungen von Feuerwerk im Vergleich zu anderen, stetigen Ärgernissen meinem subjektiven Eindruck nach eher von kurzer Dauer und insgesamt gering.
Dass Feuerwerk insgesamt keinen praktischen Nutzen hat - ausser Profit für ein paar Leute - ist klar. Das haben aber Volksfeste zum Beispiel auch nicht, oder kommerzielle Sportveranstaltungen, oder, zum Thema Tiere erschrecken, mit nem BMX quer durch Wälder zu heizen.
Perry 5539@39c3 🦆🦫🥚
Als Antwort auf Jaddy • • •deswegen bin ich für zentral organisiertes Feuerwerk durch die Kommunen. Viel weniger Schmutz, Lärm und Unfälle und zudem noch schöner anzuschauen.
Von deinem Vorschlag mit der Einwohnerdichte halte ich persönlich nichts. Auch auf dem Dorf hab ich schon brennende Autos, Scheunen, Häuser erlebt. Zudem beheimaten ländliche Gegenden meist viel mehr und sensiblere Tiere.
Lars Marowsky-Brée 😷
Als Antwort auf Jaddy • • •Nachdem so eine Regelung in allen Berliner Bezirken und Umland einem Verbot gleich käme wäre mir das als Zwischenschritt sehr recht.
Ich halte privates Feuerwerk und Knallerei für ähnlich anachronistisch wie verbleites Benzin.
(Und klar, ich sprenge auch gern Dinge in die Luft. Es ist nicht so als hätte ich keine Sympathie. Feuer ist geil.)
Quantium 40
Als Antwort auf Jaddy • • •Dein Vorschlag geht in die richtige Richtung. Leider muss ich aus eigener Erfahrung sagen: Ein einziger(!) Knall reicht aus, um ein Haus-/Hof-/Wildtier zu verängstigen. Ein paar Böllerschüsse über einen Abend verteilt reichen, damit das Tier aus diesem Angstmodus nicht mehr rauskommt. Das gilt leider auch für Raketen und Höhenfeuerwerk.
Die Zukunft sollte eigentlich den Lightshows mit Dronenschwärmen gehören. Die sind umweltfreundlich und absolut leise. Gibt es in vielen Ländern schon.