Als Antwort auf DerKlimablog.de 🏳️‍🌈

Und bevor das Gejammer losgeht, dass man nicht ohne könne: Warum ist das so? Noch unsere Großeltern haben in einer Welt gelebt, wo es in jedem Dorf auf dem Land Bahnanschluss gab. Dass große Teile der Nahversorgung auf Autoinfrastruktur ausgerichtet wurde, ist nicht gottgegeben.

Lars Marowsky-Brée 😷 hat dies geteilt.

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@neuimneuland @trimaris

Das Problem ist auch hier, das individuelle Rationalisierungsgewinne durchaus real sind während die langfristigen Folgen und Kosten eher abstrakt und gesamtgesellschaftlich sind.

Oder auf deutsch: Individuell ist es sehr praktisch und effizient einmal die Woche einen Großeinkauf zu machen. Es spart auch Geld, denn je seltener man in einen Laden geht, desto seltener nimmt man Dinge mit, welche man nicht auf dem Einkaufszettel hatte. Das ist mit ein Grund warum Fußgänger und Radfahrer oft ingesamt mehr Umsatz generieren... die rennen 3 mal die Woche rein und kaufen 3 mal ungeplantes Zeug. Aus Sicht des Laden und der Gewerbesteuer gut... aus Sicht meines Kontos eher nicht.

Zwar können diese und selbst die Ersparnisse durch Einkaufen beim Discounter mit dem Auto die Kosten des Autos nicht wieder reinholen, sie mindern aber die Mehrkosten teils nicht unerheblich.

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@neuimneuland @trimaris

Ein bisschen sind sie aber auch Opfer der gesellschaftlichen Veränderungen geworden:

Nach der Arbeit noch schnell mit dem Auto beim großen "Hat Alles" Geschäft auf der grünen Wiese vorbei, ist halt zeitlich sehr effizient.

Viele kleine Läden sind nur daran gestorben, dass die Leute - trotz Mehrkosten - lieber einmal in den Laden gingen der alles hat statt in 5 einzelne Läden der Reihe nach.

Und heute killt der Onlinehandel zumindest die Fachgeschäfte auf der Grünen Wiese. Wer bestehen will, muss entweder einzigartiges bieten (auch vom Einkaufserlebnis her) oder solche Massen umsetzt, dass er kostentechnisch klare Vorteile bieten kann.

Oder salopp gesagt: Aldi und exklusive Geschäfte überleben... der Rest eher nicht.

Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

Als Antwort auf trimaris

Als Antwort auf Karma Sahne - R.I.P @natenom

Adrian hat dies geteilt.

Als Antwort auf Jaddy

@jaddy @trimaris Die genannten Vorteile des Autos wurden mit noch mehr Nachteilen erkauft. Und von den Alternativen wird verlangt, dass sie diese Vorteile ebenso bieten, ohne aber die Nachteile mitzubringen. Das funktioniert so nicht. Autofahren muss einfach unbequemer werden, z.B. indem man ihm die bisherigen Privilegien nimmt. Durch weniger Autoverkehr werden automatisch die Alternativen gestärkt. Für Fußgänger und Radfahrer wird es sicherer und komfortabler.
Als Antwort auf Karma Sahne - R.I.P @natenom

Als Antwort auf Jaddy

@jaddy
ich glaube, wir müssen noch viel mehr die Gerechtigkeits-Dimension herausstellen: Klar machen, dass 'mehr Auto' für alle, die kein Auto fahren können, die Situation nur noch weiter verschlechtert bzgl. Versorgung im Ort, ÖPNV usw. Leider ist ein Gutteil dieser Gruppen nicht wahlberechtigt, aber es gibt schließlich auch noch genug volljährige, die keinen Zugriff auf ein Auto haben.
@neuimneuland @trimaris
Als Antwort auf Karma Sahne - R.I.P @natenom

Als Antwort auf Jakob Thoböll - R.I.P. Natenom

Als Antwort auf Jaddy

@jaddy
Gerechtigkeit und eigene Bedürfnisse schließen sich ja nicht aus: Wie viele Menschen sind auf dem Land abgehängt, weil das Auto gesundheitlich oder finanziell keine Option darstellt?
Wie viele Menschen entscheiden sich gegen ihren Wunschjob / Wunsch-Wohnlage , weil Autopendeln einfach keine Option für sie ist?
Wie viele Minderjährige - ggf. schon kommunal wahlberechtigt - sind abgehängt mangels Infrastruktur auf dem Dorf?

@neuimneuland @trimaris

Als Antwort auf Jakob Thoböll - R.I.P. Natenom

teilten dies erneut

Als Antwort auf Jaddy

@jaddy
Spätestens, wenn es um das Geld geht, ist "Alternativen schaffen" halt doch nicht mehr zu trennen davon, dem Autoverkehr Investitionen oder Privilegien wegzunehmen.
Ich bin mit dem #Velomobil nördlich Bremens ein knappes Jahr lang 30 km einfache Strecke gependelt. Da war in der Streckenqualität und vor allem in den Lückenschlüssen noch erheblich Luft nach oben. Weshalb ich meist auf der Fahrbahn unterwegs war. @neuimneuland @trimaris
Als Antwort auf Jakob Thoböll - R.I.P. Natenom

@jaddy Im Streckenprofil ist das, was ich mit dem Velomobil fahre, in etwa auch das, was mit einem 45 km/h Kleinkfz realistisch wäre: bis zu 30 km wettergeschützt zurück legen.
Allerdings braucht es schon ganz stabile Nerven, das im Mischverkehr der Landstraße zu tun...
@neuimneuland @trimaris
Als Antwort auf Jakob Thoböll - R.I.P. Natenom

@Jakob Thoböll - R.I.P. Natenom @Karma Sahne - R.I.P @natenom @trimaris In der Tat. Auf Landstrassen sind Gefährte unter 70 km/h lebensgefährlich - ausser Traktoren… Aber kleinere: no way.

45 km/h auf Radwegen oder gar gemeinsamen Fuss/Radwegen geht aber auch nicht.

Also entweder groß und schnell, mindestens Smart-Größe, mindestens 70 km/h, d.h. Führerscheinpflicht und der ganze StVO Zinnober, oder so klein und langsam, dass es mit Fahrrädern und Fussgehenden harmoniert.

Für dazwischen, was hier in der Gegend ideal wäre, aktuell keine Lösung.

axebos hat dies geteilt.

Als Antwort auf Jaddy

@jaddy Das ist ja gerade der Wahnsinn: die STVO erlaubt mir explizit, die Fahrbahn zu nutzen, verpflichtet mich teils sogar dazu. Aber die mangelnde Regeltreue der Kraftfahrenden macht es nicht möglich, ohne massive Gefährdung.

Wobei ich mich mit dem Velomobil meist recht sicher gefühlt hab, weil ich Ausweichmöglichkeiten hatte und recht guten Überblick. @neuimneuland @trimaris

Als Antwort auf Jaddy

@jaddy Das Fußgänger und Fahrradfahrer harmonisch zusammen passen, ist m.E. auch ein Irrglaube, der Fahrräder nicht als Alltagsmobilität wahrnimmt. Außerorts mit angemessenem Tempo pendeln heißt mindestens 20 km/H, eher mehr. Das ist einfach nichts, was mit Fußgängern harmonieren kann und auf die gleiche Fläche gezwungen werden sollte.

Als Ausflugsradler: ja, möglich. Aber wenn ich meine Alltagsstrecken so bewältigen will: ZU viel Konfliktpotential. @neuimneuland @trimaris

Als Antwort auf Jakob Thoböll - R.I.P. Natenom

@jakob_thoboell @jaddy @trimaris Streckenweise ist es okay, z.B. durch ein Stück Park. Sowas habe ich auf dem Arbeitsweg. Da mache ich dann halt mal ein paar hundert Meter etwas langsamer mit dem Rennrad.

In die Innenstadt hier komme ich auch am besten, indem ich ein paar Kilometer durch einen Park fahre, aber da sind die Wege sehr breit und das funktioniert gut auch bei über 20 km/h.

Als Antwort auf Jakob Thoböll - R.I.P. Natenom

Als Antwort auf Jaddy

@jaddy @jakob_thoboell @trimaris Hier hat in der Nachbarstadt sogar eine CSU-Kommunalpolitikerin eine BI angeführt, die den Ausbau einer Straße zu einer Direktverbindung zwischen 2 Autobahnen verhindert hat. Diese hätte natürlich zu einem starken Anwachsen des motorisierten Verkehrs in dem Bereich geführt, mit vielen negativen Folgen.

Sie flog dafür allerdings aus der Partei. Die CSU ist und bleibt eben ein faschistoider Zerstörerverein, von Bundes- bis Kommunalebene.

Als Antwort auf Jaddy

@jaddy @jakob_thoboell @trimaris Finanziellen Druck sehe ich kaum. Autobesitz und -nutzung ist ziemlich teuer. Trotzdem werden viele Wege unnötigerweise mit dem Auto gefahren, werden Zweit- oder sogar Drittwagen angeschafft, von denen viele fast ausschließlich auf Kurzstrecken benutzt werden. Die Menschen müssen die Nachteile der Autonutzung besser erfassen, damit sie überhaupt abwägen können. Die werden von Politik, Lobby-PR, Justiz usw. aber leider verschwiegen/kaschiert/geleugnet.
Als Antwort auf Karma Sahne - R.I.P @natenom

@jaddy @jakob_thoboell @trimaris Begleitend brauchen wir Verkehrspolitik, die das Auto nicht über alles stellt. Auch das trägt dazu bei, dass die Alternativen, die oft bereits gibt, überhaupt als solche wahrgenommen werden. Wenn vor Kitas extra Kurzzeirparkplätze für Elterntaxis eingerichtet werden, neben mehrspurigen Hauptstraßen schmale, holprige Radwege mit extrakurzer Grünphase für Radfahrer verlaufen, jedes Jahr das Deutschlandticket verteuert wird usw., wird das aber nichts.
Als Antwort auf Karma Sahne - R.I.P @natenom

@jaddy @jakob_thoboell @trimaris Hier in der Tempo 30-Zone trauen sich viele Erwachsene nicht, mit dem Rad auf der Fahrbahn zu fahren, weil die Autofahrer dort so rasen und sich übergriffig verhalten. Was soll man da noch machen? Es bleibt wohl nichts weiter übrig, als privaten Kfz-Verkehr weitgehend aus der Stadt zu werfen, aber das haben sich die Autofahrer dann selbst zuzuschreiben.
Als Antwort auf Karma Sahne - R.I.P @natenom

Als Antwort auf Jaddy

@jaddy
Die Punkte 'jederzeit Verfügbar'une 'körperliche Anforderung' möchte ich gern mit einem großen Fragezeichen versehen hinsichtlich Budget, Volljährigkeit und gesundheitlichen Einschränkungen.

Was bei der Perspektive aufs Auto oft auf der Strecke bleibt, sind eben genau diese Menschen: Die in einer zunehmenden Autozentrischeren Umgebung kein Auto fahren können, und dadurch Teilhabe verlieren und ihre Bedürfnisse kaum zu Gehör bringen können.
@neuimneuland @trimaris

Als Antwort auf Jaddy

@jaddy @neuimneuland @trimaris

Realtalk:
Wenn die #Verkehrswende Erfolg haben soll, dann müsen diese originären und legtimen Bedürfnisse gut genug durch Alternativen zum Auto befriedigt werden.

Das ist aktuell oft nicht der Fall und es wird das Problem nicht lösen, diese Bedürfnisse kleinzureden oder gar zu leugnen, wie bei manchen aus der Verkehrswendeblase leider zu beobachten ist.

Als Antwort auf Karma Sahne - R.I.P @natenom

@jaddy @trimaris Arbeitsweg, Schulweg, Nachmittagsaktivitäten der Kinder, überall spielt die Entfernung keine Rolle mehr, man nimmt einfach für jeden Weg das Auto. Natürlich nimmt man auch dann das Auto, wenn der Weg mal sehr kurz ist, man ist es schließlich so gewohnt. Und so ist fast die Hälfte der Autofahrten kürzer als 5 km.
Als Antwort auf Jaddy

@jaddy @trimaris Allerdings gab es auch noch vieles vor Ort. Vom Arzt über den Bäcker bis zum Krämerladen. Man musste nicht so weite Strecken zurücklegen, bis man Angebote der Zivilisation wahrnehmen konnte. Bis zu 5km ist das Fahrrad schneller oder gleich schnell wie das Auto. Bis 10km beträgt der Unterschied lediglich um die 5min - liegt auch am Parken und direkteren Wegen, weniger Stau. Und diese Distanz ist in den meisten urbanen Regionen eben die des täglichen Lebens und für viele machbar.
Als Antwort auf Lars Marowsky-Brée 😷

@larsmb @jaddy @trimaris Absolut. Sichere Fahrradparkhäuser oder zumindest mehr als nur Bügel wären kein Luxus. Hauptbahnhof zum Beispiel ganz schlimm. Oder auch Südkreuz. Riesige und meist leere Autoparkhäuser, nix fürs Rad. Interessant sind private Investoren z.B. Lafayette oder ehem. Sonycenter, Potsdamer Arcaden etc. die Fahrradparkhäuser bauen (bzw. Autoparkhäuser dazu umbauen), weil sie sich versprechen so wieder mehr Publikum in die öden Innenstädte zu locken.
Als Antwort auf Jaddy

@jaddy @trimaris Vielleicht muss man auch mal drauf kommen, wenn das Auto so viele Strukturen auf dem Land zerstört hat und Deutschland trotzdem ein im Vergleich relativ rurales Land ist, dass man das halt eben besser ausgleichen müsste. So, wie man auch unter Bundesländern ausgleicht. Also ländlicher Raum subventioniert mit Digitalisierung, medizinischer Versorgung, Lebensmittelläden und eben Mobilität. Als Daseinsvorsorge, als Schadensersatz.
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Ich habe vorgestern ein gebrauchtes Auto abgeholt.
Hinfahrt >7:30h mit 5x Umsteigen, etlicher Zeit auf regnerischen und zugigen Bahnsteigen/Haltestellen ohne nutzbare Sitzgelegenheiten, und zwei Blaue Flecken an den Knien wegen eines lächerlichen Sitzabstandes in den genutzten Bussen!
Rückfahrt 3:20h (Höchstgeschwindigkeit 130!), in einem trockenen, angenehm temperierten Verkehrsmittel ohne lautes Geschrei…
Ich mag keine Autos, aber ohne geht es (auf dem Land) leider nicht…
Unbekannter Ursprungsbeitrag

mastodon - Link zum Originalbeitrag

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@NoAn Niemand will das Auto abschaffen, das ist auch nicht realistisch. Aber Status quo ist viel zu viel. Die, welche wirklich darauf angewiesen sind, haben dann auch wieder mehr Platz. Das ist ein Segen, kein Fluch. Es sollen die verzichten bzw. umsteigen, welche das ganz einfach können. Und dafür brauchen wir Alternativen als auch Regulierung. Es geht um Veränderung, nicht Verbot und Verzicht.

derklimablog.de/empfohlen/was-…

Als Antwort auf juanpedribus

@juanpedribus Necesitamos una revolución democrática. Para ello, debemos salir a la calle. Y rápido. La derecha se está desplazando cada vez más hacia la extrema derecha. Y lo ocurrido en Valencia se está repitiendo ahora mismo por todo el mundo:

derklimablog.de/wissen/die-lis…

Als Antwort auf DerKlimablog.de 🏳️‍🌈

Ich stehe da vollkommen hinter, aber selbst meine Mitmenschen in einer Metropole mit allen ÖPNV-Möglichkeiten und bei gleichzeitigem Leiden unter der Blechflut haben keinen Bock auf Mobilitätswende.
Deshalb finde ich unklug, allgemein die Mobilitärswende zu puschen: Es fehlt zu oft an Vorstellungsvermögen.
Wir brauchen autofreie Straßen, Blocks und Stadtteile. Erst brauchen wir für alle erlebbare Muster.
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Keine Ahnung, wem solche Radikalpositionen helfen sollen, dem Klimaschutz aber defintiv nicht.

Mal ein kleiner Blick über den eigenen Tellerrand hinaus:

Meine Frau und ich fahren in Dresden ausschließlich mit dem Rad zur Arbeit, zu Freunden,..., wir gehen zu Fuß einkaufen und wenn man doch mal gut angezogen irgendwo sein muss, nehmen wir den ÖPNV.

Und trotzdem haben wir ein Auto, auf welches wir nicht verzichten werden.

Unsere Hobbies: Mountainbiken im Gebirge, Wandern im Hochgebirge...

Und nun kommt ihr: wie transportiert ihr 2 Enduro-Mountaibikes + Protektoren und zusätzlich Wanderrucksäcke, Wanderschuhe... mit der Bahn, zum Beispiel in das Stubaital?

Da scheitert es schon an der Reservierung von Fahrradstellplätzen und Ablagemöglichkeiten für das ganze Gepäck. Und da sind wir noch nicht bei unzuverlässigen Verbindungen und einer Reisezeit von über 13 Stunden.

Als Antwort auf MTNcamper

@MTNcamper @DerKlimablog.de 🏳️‍🌈
Ganz einfach:
So lange kein öffentlicher Grund für das Abstellen eines Fahrzeuges beansprucht wird, darf sich jeder so viele Kisten in den eigenen Garten oder die eigene Wohnung stellen, wie man lustig ist... oder auf einen bezahlten Abstellplatz in einem Parkhaus...

Wir haben übrigens kein Auto. Machen alles zu Fuß, Fahrrad, Bahn/Bus. Und für Ausnahmefälle gibts hier Car-Sharing.

Und ja... Fahräder im Zug mitnehmen war zu Zeiten von Gepäckwaggons in jedem IC deutlich komfortabler...

Als Antwort auf MTNcamper

@MTNcamper Also, ein "ihr" gibt es nicht. Und wir reden hier ja nicht von einem kompletten Verbot. Sondern von maßvollem Umgang mit individueller Mobilität. Rund um die Welt machen sich Metropolen daran, sich ein Vorbild an Paris zu nehmen. Nur wir in Deutschland sind da relativ abgeschlagen. Stichwort Tempolimit usw. Autos kann man auch gut sharen und mieten, da muss nicht jeder eins besitzen und auf öffentlichem Grund praktisch umsonst abstellen.

Lies gerne mal rein:
derklimablog.de/empfohlen/was-…

Als Antwort auf DerKlimablog.de 🏳️‍🌈

Wie gesagt, stimme da voll zu. Dresden und Berlin dürften im Autowahn die größten Player Deutschland sein...

Mich stört eher die Art der Kommunikation bei solchen Themen. Ich habe in meinem Umfeld mehr Erfolg, mit nachvollziehbaren Argumenten, welche nicht sofort die gesamte Lebensgestaltung dieser Personen angreift.

Und da in meinem Umfeld sehr viele Bergsportler sind, steigen insbesonders die Mountainbiker bei solchen Sachen direkt auf die Barrikaden, weil es eben keine gangbaren Wege gibt, ohne Auto zum Biken durch Europa zu fahren.
Beim Wandern geht das wieder (und da macht der Alpenverein immer wieder Aktionen zu).

Das sind alles keine Dieseldieters, sondern Leute, welche progressiv Wählen, sich für besseren Nahverkehr vor Ort einsetzen und mittlerweile zum Großteil BEV fahren.

Als Antwort auf MTNcamper

@MTNcamper In der Schweiz klappt das wunderbar und auch in großem Stil. S-Bahn-artiger Halbstunden- bis sogar Viertelstundentakt bis in die Bergkäffer direkt vor die Bergbahn. Extrawagen für MTB. Lenzerheide, Laax, Davos, Chur, Zermatt, Verbier, St.Moritz, Crans etc. Überall Rampen. Sogar Postbusse haben so engen Takt und extra Anhänger für MTB. Auch Tirol hat eine fantastischen Nahverkehr. Frankreich baut viele Seilbahnen zu Bahnhöfen. Bayern hingegen ist da echt rückständig.
Als Antwort auf DerKlimablog.de 🏳️‍🌈

Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass die individuelle Zeiteffizienz in einem individuellen Verkehrsmittel meist deutlich besser ist, was - neben der deutlich höheren Flexibilität - ein klarer Vorteil gegenüber Massenverkehrsmitteln wie Bus, Straßenbahn und Zügen ist.

Relevanter ist dabei im Zweifel alleine die Tür zu Tür Zeit, denn der Großteil der produktiven oder Quality Time findet nunmal hinter diesen Türen und nicht in ÖV Fahrzeugen oder Haltestellen statt.

PS: Im Anbetracht meiner langjährigen Erfahrungen mit Preisentwicklung im ÖV, würde ich außerdem fest davon ausgehen, dass jede noch so hohe Preissteigerung bei Autos mindestens in gleicher Höhe, eher mit saftigem Aufschlag, auch bei Bus und Bahn einhergeht, mithin, die realen Ersparnismöglichkeiten stets sehr bescheiden ausfallen, gerade mit Blick auf die Nachteile.

Als Antwort auf Adrian

@Adrian @DerKlimablog.de 🏳️‍🌈
Also das mit der "Qualitytime" halte ich persönlich für ein Gerücht.

Wenn du eingespannt zwischen Kindererziehung, Haushalt und Job bist, ist die halbe Stunde, Stunde in den Öffis oft die einzige Zeit, wo du entspannt lesen kannst... weil du noch nicht so erschöpft bist, wie dann spät nachts, nach getaner Arbeit daheim.