Autos sind ineffizient. Nicht nur für die Gesellschaft, sondern auch für die Autobesitzer und damit die Wirtschaft. Das Geld, dass man sich ohne sparen könnte, würde für Konsum oder Vorsorge frei. Wirtschaft, Klima, Rente, Infrastruktur, öffentliche Finanzen usw. würden profitieren.
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trimaris
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Das Problem ist auch hier, das individuelle Rationalisierungsgewinne durchaus real sind während die langfristigen Folgen und Kosten eher abstrakt und gesamtgesellschaftlich sind.
Oder auf deutsch: Individuell ist es sehr praktisch und effizient einmal die Woche einen Großeinkauf zu machen. Es spart auch Geld, denn je seltener man in einen Laden geht, desto seltener nimmt man Dinge mit, welche man nicht auf dem Einkaufszettel hatte. Das ist mit ein Grund warum Fußgänger und Radfahrer oft ingesamt mehr Umsatz generieren... die rennen 3 mal die Woche rein und kaufen 3 mal ungeplantes Zeug. Aus Sicht des Laden und der Gewerbesteuer gut... aus Sicht meines Kontos eher nicht.
Zwar können diese und selbst die Ersparnisse durch Einkaufen beim Discounter mit dem Auto die Kosten des Autos nicht wieder reinholen, sie mindern aber die Mehrkosten teils nicht unerheblich.
👇
Adrian
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Ein bisschen sind sie aber auch Opfer der gesellschaftlichen Veränderungen geworden:
Nach der Arbeit noch schnell mit dem Auto beim großen "Hat Alles" Geschäft auf der grünen Wiese vorbei, ist halt zeitlich sehr effizient.
Viele kleine Läden sind nur daran gestorben, dass die Leute - trotz Mehrkosten - lieber einmal in den Laden gingen der alles hat statt in 5 einzelne Läden der Reihe nach.
Und heute killt der Onlinehandel zumindest die Fachgeschäfte auf der Grünen Wiese. Wer bestehen will, muss entweder einzigartiges bieten (auch vom Einkaufserlebnis her) oder solche Massen umsetzt, dass er kostentechnisch klare Vorteile bieten kann.
Oder salopp gesagt: Aldi und exklusive Geschäfte überleben... der Rest eher nicht.
Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.
Jaddy
Als Antwort auf trimaris • •@trimaris @DerKlimablog.de 🏳️🌈 Die 5-10 km hören sich so harmlos an, aber nur für Menschen, die jung und gesund sind, nicht viel zu transportieren haben, Zeit zum pendeln haben, usw., wenn sie die Strecke zu Fuss oder mit Rad zurücklegen müssen - oder mit Pferdekutsche -, zu allen Jahreszeiten und Wetterlagen.
Der Unterschied zu unseren Großeltern oder sogar zu unseren Eltern ist, dass frühere Generationen viel weniger häufig und weniger weit gefahren sind. So jedenfalls haben es meine Eltern und Großeltern erzählt, hier im nordwestlichen, heutigen Niedersachsen. Wir reden von den 1940er bis in die Anfang 1970er Jahre. Viele sind nicht mal häufig ins nächste Dorf gekommen. Deine Arbeit und dein Lebensumfeld auf dem Land waren im Umkreis von 5-10km - oder d
... mehr anzeigen@trimaris @DerKlimablog.de 🏳️🌈 Die 5-10 km hören sich so harmlos an, aber nur für Menschen, die jung und gesund sind, nicht viel zu transportieren haben, Zeit zum pendeln haben, usw., wenn sie die Strecke zu Fuss oder mit Rad zurücklegen müssen - oder mit Pferdekutsche -, zu allen Jahreszeiten und Wetterlagen.
Der Unterschied zu unseren Großeltern oder sogar zu unseren Eltern ist, dass frühere Generationen viel weniger häufig und weniger weit gefahren sind. So jedenfalls haben es meine Eltern und Großeltern erzählt, hier im nordwestlichen, heutigen Niedersachsen. Wir reden von den 1940er bis in die Anfang 1970er Jahre. Viele sind nicht mal häufig ins nächste Dorf gekommen. Deine Arbeit und dein Lebensumfeld auf dem Land waren im Umkreis von 5-10km - oder du bist halt weggezogen.
Teilweise weil es woanders auch nicht mehr gab, oder sie es sich diese Dinge auch nicht leisten konnten. Teilweise weil eben nur die wenigsten die Zeit und das Geld für dei Reise hatten.
Wir wohnen 15km nördlich der Bremer Landesgrenze, 10km Luftlinie (12 km Auto) zur nächsten Kreisstadt (mit Bahnhof), 16 km zum nächsten Bremer Stadtteil-Bahnhof. Das Dorf ist mindestens 900 Jahre alt.
Ich hab mir die stillgelegten Strecken in Niedersachsen und Bremen angesehen; wikiwand.com/de/articles/Liste…
Hier hat es nie eine nähere Bahnlinie gegeben. In jüngster Zeit (>2000) eine Schulbuslinie. Drei mal täglich hin, dito zurück, nur zu Schulzeiten. Und das in unmittelbarer Nähe zu Bremen und Bremerhaven.
Seit letztem Jahr haben wir Buslinien im Stundentakt, die alle Dörfer >3000 Leute abfahren. Das ist die beste Anbindung, die es hier je gab. Eine rot-grüne Initiative im Kreistag hat das hinbekommen und immerhin bis Ende 2026 gesichert.
mögen das
Karma Sahne - R.I.P @natenom, DerKlimablog.de 🏳️🌈, trimaris, hömma und Adrian mögen das.
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Als Antwort auf Jaddy • • •Jaddy
Als Antwort auf Karma Sahne - R.I.P @natenom • •@Karma Sahne - R.I.P @natenom @trimaris Die Blockade entsteht mMn durch die Ausschliesslichkeit des Autoverkehrs in Relation zu den Bedürfnissen sehr vieler Menschen:
Ich halte solche Bedürfnisse durchaus für originär und legitim. Werbung mag sie verstärkt und übertrieben haben, aber wenn vorherige Generationen die
... mehr anzeigen@Karma Sahne - R.I.P @natenom @trimaris Die Blockade entsteht mMn durch die Ausschliesslichkeit des Autoverkehrs in Relation zu den Bedürfnissen sehr vieler Menschen:
Ich halte solche Bedürfnisse durchaus für originär und legitim. Werbung mag sie verstärkt und übertrieben haben, aber wenn vorherige Generationen die Möglichkeiten gehabt hätten, hätten sie sie auch genutzt.
Jede Alternative müsste also mindestens vergleichbar gut diese Bedürfnisse abdecken. Was meiner Ansicht nach nicht flächendeckend funktionieren wird: Ans gute Gewissen zu appellieren oder ans schlechte.
Menschen verzichten erst dann auf Autos, wenn es im Vergleich zu anderen Optionen unbequemer wird, also zum Beispiel in Großstädten wegen Stau und Parkplätzen, aber nur mit einem relativ gesehen besseren ÖPNV und bezahlbaren Transport- oder Liefermöglichkeiten.
mögen das
Oskar im Keller und Adrian mögen das.
Adrian hat dies geteilt.
Karma Sahne - R.I.P @natenom
Als Antwort auf Jaddy • • •Jaddy
Als Antwort auf Karma Sahne - R.I.P @natenom • •@Karma Sahne - R.I.P @natenom @trimaris Grundsätzlich und „rational“ stimme ich zu. Leider ist Ratio beim Thema Automobilität nur ein - vermutlich kleinerer - Teil der Rechnung und „Nachteile“ ist durchaus subjektiv und individuell.
Zum Beispiel ist „Platzbedarf“ eher unwichtig, wenn du eine Garage direkt in der Nähe hast und deine persönliche Landkarte aus autogerechten Orten mit Parkplätzen besteht.
An die Nachteile haben sich die allermeisten langsam gewöhnt. Vor allem jene, die die Vorteile geniessen. Der Unterschied wird erst wieder bemerkbar, wenn Menschen bspw aus Stuttgart in eine autofreie(re) Stadt mit anderen Angeboten kommen - nach einer Umgewöhnungsphase weg von der Autodenke.
Naja, oder für Menschen, die aus persönlicher Ideologie oder wegen prakti
... mehr anzeigen@Karma Sahne - R.I.P @natenom @trimaris Grundsätzlich und „rational“ stimme ich zu. Leider ist Ratio beim Thema Automobilität nur ein - vermutlich kleinerer - Teil der Rechnung und „Nachteile“ ist durchaus subjektiv und individuell.
Zum Beispiel ist „Platzbedarf“ eher unwichtig, wenn du eine Garage direkt in der Nähe hast und deine persönliche Landkarte aus autogerechten Orten mit Parkplätzen besteht.
An die Nachteile haben sich die allermeisten langsam gewöhnt. Vor allem jene, die die Vorteile geniessen. Der Unterschied wird erst wieder bemerkbar, wenn Menschen bspw aus Stuttgart in eine autofreie(re) Stadt mit anderen Angeboten kommen - nach einer Umgewöhnungsphase weg von der Autodenke.
Naja, oder für Menschen, die aus persönlicher Ideologie oder wegen praktischer Dinge nicht am Autoverkehr teilnehmen wollen oder können.
Ich bin nicht überzeugt, dass „die Alternativen“ automatisch gestärkt werden. Dazu fehlen Lösungen, die viele der Vorteile und Bequemlichkeiten abdecken. In Städten mag das einfacher sein. Da lässt sich das auch schneller realisieren bzw finanzieren durch mehr Teilnehmende. Wenige Kilometer ausserhalb bricht das bei z.B. Freizeit- und Kulturangeboten etc vollkommen zusammen.
Wenn du hier einfach „Privilegien“ nimmst, ohne gleichzeitig (oder besser vorher) gleichwertige Alternativen anzubieten, werden die Leute auf die Barrikaden gehen.
mögen das
ClemensG und Adrian mögen das.
Jakob Thoböll - R.I.P. Natenom
Als Antwort auf Jaddy • • •ich glaube, wir müssen noch viel mehr die Gerechtigkeits-Dimension herausstellen: Klar machen, dass 'mehr Auto' für alle, die kein Auto fahren können, die Situation nur noch weiter verschlechtert bzgl. Versorgung im Ort, ÖPNV usw. Leider ist ein Gutteil dieser Gruppen nicht wahlberechtigt, aber es gibt schließlich auch noch genug volljährige, die keinen Zugriff auf ein Auto haben.
@neuimneuland @trimaris
Karma Sahne - R.I.P @natenom
Als Antwort auf Jakob Thoböll - R.I.P. Natenom • • •Jaddy
Als Antwort auf Karma Sahne - R.I.P @natenom • •@Karma Sahne - R.I.P @natenom @Jakob Thoböll - R.I.P. Natenom @trimaris Ich habe einige Jahrzehnte Wohnerfahrung in der Stadt, jetzt seit knapp 10 Jahren im „Speckgürtel“, dörflich.
Zuerst 20 Jahre Suburbia, Fahrrad, Bus, Tram, zuletzt Auto, weil 25km Arbeitsweg und Autobahnanschluss. Dann City; Fahrrad, Bus, Tram, nur noch 5km Arbeitsweg. Schliesslich noch 15 Jahre anderes Suburbia; Fahrrad, Bus, Tram, nur noch 4 km Arbeitsweg.
Das Auto haben wir nur für unsere Veranstaltungen „jot-we-de“ gebraucht.
Das sieht jenseits der Stadtgrenze bereits nach 5km komplett anders aus. Alle Wege sind wirklich viel weiter. Dafür gibt es mehr Platz, gleichzeitig weniger ÖPNV
... mehr anzeigen@Karma Sahne - R.I.P @natenom @Jakob Thoböll - R.I.P. Natenom @trimaris Ich habe einige Jahrzehnte Wohnerfahrung in der Stadt, jetzt seit knapp 10 Jahren im „Speckgürtel“, dörflich.
Zuerst 20 Jahre Suburbia, Fahrrad, Bus, Tram, zuletzt Auto, weil 25km Arbeitsweg und Autobahnanschluss. Dann City; Fahrrad, Bus, Tram, nur noch 5km Arbeitsweg. Schliesslich noch 15 Jahre anderes Suburbia; Fahrrad, Bus, Tram, nur noch 4 km Arbeitsweg.
Das Auto haben wir nur für unsere Veranstaltungen „jot-we-de“ gebraucht.
Das sieht jenseits der Stadtgrenze bereits nach 5km komplett anders aus. Alle Wege sind wirklich viel weiter. Dafür gibt es mehr Platz, gleichzeitig weniger ÖPNV. Trotzdem möchten die Leute dort vergleichbar teilhaben. Sie brauchen bezahlbare Nahrungsmittel, ärztliche Praxen, Post und Banken, spezialisierte Läden wie zB Optiker, ab und zu Ämter, ausserdem Kultur- und Freizeitangebote. Und sie müssen irgendwie zu ihren Schulen, Unis, Arbeitsplätzen kommen, die nicht im nächsten Dorf sind, sondern 20-30km entfernt. Ohne Tagesreise oder Zweitwohnung.
Ich bin sehr für die ent-Auto-risierung von Städten, bei vorherig/gleichzeitigem Ausbau von Alternativen, die vor allem auch Menschen einbeziehen, die kein Auto benutzen können.
Gleichzeitig gibt es viel „Gegend“, in denen die gleichen Rezepte nicht funktionieren. Weder praktisch-technisch, noch finanziell.
Ich persönlich wäre super glücklich, wenn ich jederzeit ein autonom fahrendes Vehikel ordern könnte, das mich in die Kreisstadt (10-12km) oder die Großstadt (25-30km) bringt, wo ich zu Fuss, mit Leihroller/-rad o.ä. unterwegs sein kann. Bevorzugt ohne massive Datenspeicherung…
Davon sind wir allerdings noch sehr weit entfernt. Für die Leute ausserhalb der Stadt sehe ich aktuell nur die Möglichkeit, annehmbare e-Mobilität und sehr gute P+R zu verbinden.
Es wäre schön, wenn die unterschiedlichen Lebenswelten und Gegebenheiten berücksichtigt würden, statt pauschale Urteile zu treffen oder „Universallösungen“ zu erdenken, die nur in bestimmten Bereichen funktionieren.
Menschen möchten ein schöneres, bequemeres, angenehmeres Leben. Es ihnen von ihrem Status quo aus einfach schwieriger zu machen, erzeugt Frust und Ablehnung, wie wir an vielen Verschlechterungen der letzten 40 Jahre sehen.
Lösungen müssen die unterschiedlichen Bedürfnisse berücksichtigen, nicht nur die eigene Utopie.
mögen das
ClemensG und Adrian mögen das.
Jaddy
Als Antwort auf Jakob Thoböll - R.I.P. Natenom • •@Jakob Thoböll - R.I.P. Natenom @Karma Sahne - R.I.P @natenom @trimaris Vom Ansatz her sehe ich das auch so. Ich zweifle aber, ob Gerechtigkeit als Argument wirklich zählt. Wir wurden in den letzten 40 Jahren dahin trainiert, dass wir erstmal auf uns selbst achten sollen. Eigene Bedürfnisse gegen andere durchsetzen, weil wir sonst fürchten untegebuttert zu werden. Entsolidarisierung ist eine logische Folge neoliberaler Politik.
In Umfragen gibt es für viele gute Ideen Mehrheiten. Sogar für weniger Auto-Verkehr. Hier läuft aktuell eine BI gegen eine mehrspurige Umgehungsstrasse. Gleichzeitig verhalten sich die gleichen Menschen wenig solidarisch, indem sie große Autos kaufen, unn
... mehr anzeigen@Jakob Thoböll - R.I.P. Natenom @Karma Sahne - R.I.P @natenom @trimaris Vom Ansatz her sehe ich das auch so. Ich zweifle aber, ob Gerechtigkeit als Argument wirklich zählt. Wir wurden in den letzten 40 Jahren dahin trainiert, dass wir erstmal auf uns selbst achten sollen. Eigene Bedürfnisse gegen andere durchsetzen, weil wir sonst fürchten untegebuttert zu werden. Entsolidarisierung ist eine logische Folge neoliberaler Politik.
In Umfragen gibt es für viele gute Ideen Mehrheiten. Sogar für weniger Auto-Verkehr. Hier läuft aktuell eine BI gegen eine mehrspurige Umgehungsstrasse. Gleichzeitig verhalten sich die gleichen Menschen wenig solidarisch, indem sie große Autos kaufen, unnötig viel Auto fahren, Parkplätze einfordern, usw.
Es beklagen auch viele, dass gerade im ländlichen lokale Geschäfte, Poststellen, Banken, Praxen etc schliessen. Gleichzeitig möchten die gleichen Leute die günstigeren Preise und das größere Angebot der großen Märkte und Malls. Wer hat das Geld übrig, einen kleinen lokalen Laden zu sponsorn, wenn die gleiche Ware oder bessere in der Mall oder per Internet erhältlich ist?
Wenn der (finanzielle) Druck auf das eigene Leben steigt, sinkt das eigene Verantwortungs- und Gerechtigkeitsgefühl schnell - wenn eins nicht unmittelbar betroffen ist. Das ist so beklagenswert wie verständlich, und verächtliche Äusserungen darüber aus meiner Sicht in der Regel überheblich aus privilegierter Position.
"Weniger Auto“ wird die Zeit nicht zurück drehen und keine lokalen Geschäfte zurückbringen. Nicht gegen die Konkurrenz von Versandhandel, etc. Ortsbezogene Dienstleistungen müssen erreichbar sein für alle, aber die werden nicht mehr werden, weil sie sich bei zu wenig Kundschaft nicht mehr rechnen.
Lösungen müssen also letztlich irgendwie „besser“ sein als „Auto“. Angenehmer, günstiger, problemloser oder sonst irgendwie. Ohne das Gefühl, einfach etwas verboten zu bekommen ohne bessere Alternative.
mögen das
Karma Sahne - R.I.P @natenom und Adrian mögen das.
Jakob Thoböll - R.I.P. Natenom
Als Antwort auf Jaddy • • •@jaddy
Gerechtigkeit und eigene Bedürfnisse schließen sich ja nicht aus: Wie viele Menschen sind auf dem Land abgehängt, weil das Auto gesundheitlich oder finanziell keine Option darstellt?
Wie viele Menschen entscheiden sich gegen ihren Wunschjob / Wunsch-Wohnlage , weil Autopendeln einfach keine Option für sie ist?
Wie viele Minderjährige - ggf. schon kommunal wahlberechtigt - sind abgehängt mangels Infrastruktur auf dem Dorf?
@neuimneuland @trimaris
Jaddy
Als Antwort auf Jakob Thoböll - R.I.P. Natenom • •@Jakob Thoböll - R.I.P. Natenom @Karma Sahne - R.I.P @natenom @trimaris Also „auf dem Land“, jedenfalls hier im nordwestlichen Niedersachsen, ist das schon interessant.
Klar gibt es etliche abgehängte Menschen, gerade wenn sie älter werden. Das Problem ist aber nicht der Auto-Verkehr an sich. Platz etc ist ausreichend vorhanden, die Strassen sind wenig ausgelastet (aber häufig nicht in gutem Zustand), usw.
Die Menschen sind nicht abgehängt, weil es Autos, Strassen etc gibt, sondern weil es keine adäquaten Alternativen gibt für jene, die aus finanziellen oder körperlichen Gründen kein Auto haben/fahren können.
Natürlich ist das eine Folge der
... mehr anzeigen@Jakob Thoböll - R.I.P. Natenom @Karma Sahne - R.I.P @natenom @trimaris Also „auf dem Land“, jedenfalls hier im nordwestlichen Niedersachsen, ist das schon interessant.
Klar gibt es etliche abgehängte Menschen, gerade wenn sie älter werden. Das Problem ist aber nicht der Auto-Verkehr an sich. Platz etc ist ausreichend vorhanden, die Strassen sind wenig ausgelastet (aber häufig nicht in gutem Zustand), usw.
Die Menschen sind nicht abgehängt, weil es Autos, Strassen etc gibt, sondern weil es keine adäquaten Alternativen gibt für jene, die aus finanziellen oder körperlichen Gründen kein Auto haben/fahren können.
Natürlich ist das eine Folge der „Auto first“ Politik. Autoverkehr auf dem Land schwieriger zu machen, würde aber für sich niemandes Situation verbessern. Es geht also „auf dem Land“ vor allem darum, besseres anzubieten, statt bestehendes zu reduzieren.
Der Punkt ist: In den Landkreisen hier oben ist ohne Individualverkehr nichts zu machen. Das muss nicht eigenes Auto sein, aber zeitlich und örtlich selbstbestimmt zu annehmbaren Preisen, Reichweiten und Geschwindigkeit, nutzbar auch für nicht junge, fitte Menschen.
Jugendliche nutzen hier seit ca 2 Jahren sehr viel eigene E-Stehroller. Überall, wo früher (analoge) Fahrräder oder Mofas genutzt wurden. Das ist für die Wege bis 10km ziemlich okay. Wenig praktischer Aufwand, geringe Kosten. Radwegausbau wäre eine prima Sache auch für sie.
Was ich mir vorstellen könnte, was vielen Menschen ohne Auto hier vielleicht nutzen würde, wären elektrische Gefährte mit Reichweiten um 50km und Geschwindigkeiten bis maximal 80, die ohne Spezialausrüstung nutzbar sind und einigermassen wettergeschützt. Als Zubringer in die nächste Kleinstadt und_oder Bahnhof etc. Auch die 45 km/h Minis würden gehen, aber nur in 30er Zonen oder eigenen Wegen.
Solche Vehikel könnten auch geshared werden, müssen aber tatsächlich in den Dörfern vorhanden sein, sonst braucht es wieder Zubringer, Umstiege, usw.
mögen das
Adrian und axebos mögen das.
teilten dies erneut
Ute S. und axebos haben dies geteilt.
Jakob Thoböll - R.I.P. Natenom
Als Antwort auf Jaddy • • •Spätestens, wenn es um das Geld geht, ist "Alternativen schaffen" halt doch nicht mehr zu trennen davon, dem Autoverkehr Investitionen oder Privilegien wegzunehmen.
Ich bin mit dem #Velomobil nördlich Bremens ein knappes Jahr lang 30 km einfache Strecke gependelt. Da war in der Streckenqualität und vor allem in den Lückenschlüssen noch erheblich Luft nach oben. Weshalb ich meist auf der Fahrbahn unterwegs war. @neuimneuland @trimaris
Jakob Thoböll - R.I.P. Natenom
Als Antwort auf Jakob Thoböll - R.I.P. Natenom • • •Allerdings braucht es schon ganz stabile Nerven, das im Mischverkehr der Landstraße zu tun...
@neuimneuland @trimaris
Jaddy
Als Antwort auf Jakob Thoböll - R.I.P. Natenom • •@Jakob Thoböll - R.I.P. Natenom @Karma Sahne - R.I.P @natenom @trimaris In der Tat. Auf Landstrassen sind Gefährte unter 70 km/h lebensgefährlich - ausser Traktoren… Aber kleinere: no way.
45 km/h auf Radwegen oder gar gemeinsamen Fuss/Radwegen geht aber auch nicht.
Also entweder groß und schnell, mindestens Smart-Größe, mindestens 70 km/h, d.h. Führerscheinpflicht und der ganze StVO Zinnober, oder so klein und langsam, dass es mit Fahrrädern und Fussgehenden harmoniert.
Für dazwischen, was hier in der Gegend ideal wäre, aktuell keine Lösung.
axebos hat dies geteilt.
Jakob Thoböll - R.I.P. Natenom
Als Antwort auf Jaddy • • •@jaddy Das ist ja gerade der Wahnsinn: die STVO erlaubt mir explizit, die Fahrbahn zu nutzen, verpflichtet mich teils sogar dazu. Aber die mangelnde Regeltreue der Kraftfahrenden macht es nicht möglich, ohne massive Gefährdung.
Wobei ich mich mit dem Velomobil meist recht sicher gefühlt hab, weil ich Ausweichmöglichkeiten hatte und recht guten Überblick. @neuimneuland @trimaris
Jaddy mag das.
Karma Sahne - R.I.P @natenom
Als Antwort auf Jakob Thoböll - R.I.P. Natenom • • •Jakob Thoböll - R.I.P. Natenom
Als Antwort auf Karma Sahne - R.I.P @natenom • • •Jakob Thoböll - R.I.P. Natenom
Als Antwort auf Jaddy • • •@jaddy Das Fußgänger und Fahrradfahrer harmonisch zusammen passen, ist m.E. auch ein Irrglaube, der Fahrräder nicht als Alltagsmobilität wahrnimmt. Außerorts mit angemessenem Tempo pendeln heißt mindestens 20 km/H, eher mehr. Das ist einfach nichts, was mit Fußgängern harmonieren kann und auf die gleiche Fläche gezwungen werden sollte.
Als Ausflugsradler: ja, möglich. Aber wenn ich meine Alltagsstrecken so bewältigen will: ZU viel Konfliktpotential. @neuimneuland @trimaris
Montag mag das.
Karma Sahne - R.I.P @natenom
Als Antwort auf Jakob Thoböll - R.I.P. Natenom • • •@jakob_thoboell @jaddy @trimaris Streckenweise ist es okay, z.B. durch ein Stück Park. Sowas habe ich auf dem Arbeitsweg. Da mache ich dann halt mal ein paar hundert Meter etwas langsamer mit dem Rennrad.
In die Innenstadt hier komme ich auch am besten, indem ich ein paar Kilometer durch einen Park fahre, aber da sind die Wege sehr breit und das funktioniert gut auch bei über 20 km/h.
Jaddy mag das.
Adrian
Als Antwort auf Jakob Thoböll - R.I.P. Natenom • • •@jakob_thoboell @jaddy @neuimneuland @trimaris
@DerKlimablog
Beachten sollte man auch den "Self Selection" Effekt:
Leute, die auf ein Leben mit Auto Wert legen, neigen dazu, dorthin zu ziehen, wo dies relativ unproblematisch möglich ist. Umgekehrt dürften ÖPNV Fans dazu neigen, dorthin zu ziehen wo es guten ÖPNV gibt. Dito für Alltagsradfahrer.
Bei vielen erfolgreichen Projekten zur Autoreduzierung/Autoverbannung zeigen sich einige Jahre später große Mehrheiten in der Bevölkerung vor Ort, diese Autof
... mehr anzeigen@jakob_thoboell @jaddy @neuimneuland @trimaris
@DerKlimablog
Beachten sollte man auch den "Self Selection" Effekt:
Leute, die auf ein Leben mit Auto Wert legen, neigen dazu, dorthin zu ziehen, wo dies relativ unproblematisch möglich ist. Umgekehrt dürften ÖPNV Fans dazu neigen, dorthin zu ziehen wo es guten ÖPNV gibt. Dito für Alltagsradfahrer.
Bei vielen erfolgreichen Projekten zur Autoreduzierung/Autoverbannung zeigen sich einige Jahre später große Mehrheiten in der Bevölkerung vor Ort, diese Autofreiheit beizubehalten.
Spannend wäre die Frage, in wie weit diese große Mehrheit auch dadurch zustande kommt, das Auto fahrenden Bewohner schlichtweg weggezogen sind und damit Raum für Bewohner mit diesbezüglich anderen Ansichten gemacht haben.
Langfristig dürfte es den Effekt auf jeden Fall geben, da Leute mit dem Wunsch Auto fahren zu dürfen, eher keine Wohnlagen in Erwägung ziehen werden, wo dies nicht oder absehbar nicht mehr möglich sein wird.
Was denkt ihr? 🤔
Karma Sahne - R.I.P @natenom
Als Antwort auf Jaddy • • •@jaddy @jakob_thoboell @trimaris Hier hat in der Nachbarstadt sogar eine CSU-Kommunalpolitikerin eine BI angeführt, die den Ausbau einer Straße zu einer Direktverbindung zwischen 2 Autobahnen verhindert hat. Diese hätte natürlich zu einem starken Anwachsen des motorisierten Verkehrs in dem Bereich geführt, mit vielen negativen Folgen.
Sie flog dafür allerdings aus der Partei. Die CSU ist und bleibt eben ein faschistoider Zerstörerverein, von Bundes- bis Kommunalebene.
Karma Sahne - R.I.P @natenom
Als Antwort auf Jaddy • • •Karma Sahne - R.I.P @natenom
Als Antwort auf Karma Sahne - R.I.P @natenom • • •Karma Sahne - R.I.P @natenom
Als Antwort auf Karma Sahne - R.I.P @natenom • • •Karma Sahne - R.I.P @natenom
Als Antwort auf Jaddy • • •Adrian
Als Antwort auf Karma Sahne - R.I.P @natenom • • •@neuimneuland @jaddy @trimaris
Problematisch ist halt, dass die Vorteile des Autos individuell und seine Nachteile eher abstrakt global sind.
Beim ÖPNV ist es umgekehrt. Globale Vorteile stehen teils empfindlichen individuellen Nachteilen gegenüber welche selbstverständlich einzupreisen sind.
Nur Autofahren unbequemer zu machen, finde ich nicht überzeugend, denn davon werden viele der Alternativen keineswegs automatisch besser.
Ich war aufgrund Zerstörung des Fahrzeug ein halbes Jahr lang autofrei und bin davor 2 Jahrzehnte trotz Autobesitzes viel ÖPNV gefahren.
Weder die 2 Jahrzehnte ÖPNV Nutzung - bei unverschämten Ticketpreisen! - noch die 6 Monate autofreie Zeit haben zu irgendwelchen Verbesserungen
... mehr anzeigen@neuimneuland @jaddy @trimaris
Problematisch ist halt, dass die Vorteile des Autos individuell und seine Nachteile eher abstrakt global sind.
Beim ÖPNV ist es umgekehrt. Globale Vorteile stehen teils empfindlichen individuellen Nachteilen gegenüber welche selbstverständlich einzupreisen sind.
Nur Autofahren unbequemer zu machen, finde ich nicht überzeugend, denn davon werden viele der Alternativen keineswegs automatisch besser.
Ich war aufgrund Zerstörung des Fahrzeug ein halbes Jahr lang autofrei und bin davor 2 Jahrzehnte trotz Autobesitzes viel ÖPNV gefahren.
Weder die 2 Jahrzehnte ÖPNV Nutzung - bei unverschämten Ticketpreisen! - noch die 6 Monate autofreie Zeit haben zu irgendwelchen Verbesserungen beim ÖPNV geführt oder auch nur das Bemühen um diese erkennen lassen.
Ich kann daher den Glauben an magische Angebotsverbesserungen durch "Autoverbot" nicht teilen.
Viel wahrscheinlicher ist, dass die Stadtwerke diese neue Notlage ihrer Kunden auf Teufel kom raus ausnutzen werden. 😒
Jaddy mag das.
Jakob Thoböll - R.I.P. Natenom
Als Antwort auf Jaddy • • •@jaddy
Die Punkte 'jederzeit Verfügbar'une 'körperliche Anforderung' möchte ich gern mit einem großen Fragezeichen versehen hinsichtlich Budget, Volljährigkeit und gesundheitlichen Einschränkungen.
Was bei der Perspektive aufs Auto oft auf der Strecke bleibt, sind eben genau diese Menschen: Die in einer zunehmenden Autozentrischeren Umgebung kein Auto fahren können, und dadurch Teilhabe verlieren und ihre Bedürfnisse kaum zu Gehör bringen können.
@neuimneuland @trimaris
Montag mag das.
Adrian
Als Antwort auf Jaddy • • •@jaddy @neuimneuland @trimaris
Adrian
Als Antwort auf Jaddy • • •@jaddy @neuimneuland @trimaris
Realtalk:
Wenn die #Verkehrswende Erfolg haben soll, dann müsen diese originären und legtimen Bedürfnisse gut genug durch Alternativen zum Auto befriedigt werden.
Das ist aktuell oft nicht der Fall und es wird das Problem nicht lösen, diese Bedürfnisse kleinzureden oder gar zu leugnen, wie bei manchen aus der Verkehrswendeblase leider zu beobachten ist.
Jaddy mag das.
Karma Sahne - R.I.P @natenom
Als Antwort auf Karma Sahne - R.I.P @natenom • • •DerKlimablog.de 🏳️🌈
Als Antwort auf Jaddy • • •Lars Marowsky-Brée 😷
Als Antwort auf DerKlimablog.de 🏳️🌈 • • •@jaddy @trimaris In Berlin ist ein bisschen der Haken, wie viele Fahrräder hier gestohlen werden 😑
Aber glücklicherweise konnte ich mir das so legen dass wichtige Infrastruktur in Laufweite ist.
DerKlimablog.de 🏳️🌈
Als Antwort auf Lars Marowsky-Brée 😷 • • •DerKlimablog.de 🏳️🌈
Als Antwort auf Jaddy • • •Ulli
Als Antwort auf DerKlimablog.de 🏳️🌈 • • •Hinfahrt >7:30h mit 5x Umsteigen, etlicher Zeit auf regnerischen und zugigen Bahnsteigen/Haltestellen ohne nutzbare Sitzgelegenheiten, und zwei Blaue Flecken an den Knien wegen eines lächerlichen Sitzabstandes in den genutzten Bussen!
Rückfahrt 3:20h (Höchstgeschwindigkeit 130!), in einem trockenen, angenehm temperierten Verkehrsmittel ohne lautes Geschrei…
Ich mag keine Autos, aber ohne geht es (auf dem Land) leider nicht…
Andreas Tengicki
Als Antwort auf DerKlimablog.de 🏳️🌈 • • •Die einen sagen so, die anderen sagen so.
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Unbekannter Ursprungsbeitrag • • •@NoAn Niemand will das Auto abschaffen, das ist auch nicht realistisch. Aber Status quo ist viel zu viel. Die, welche wirklich darauf angewiesen sind, haben dann auch wieder mehr Platz. Das ist ein Segen, kein Fluch. Es sollen die verzichten bzw. umsteigen, welche das ganz einfach können. Und dafür brauchen wir Alternativen als auch Regulierung. Es geht um Veränderung, nicht Verbot und Verzicht.
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Was ist eigentlich diese Verkehrswende genau? Teil 1/2
derklimablog.dejuanpedribus
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Als Antwort auf juanpedribus • • •juanpedribus
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Als Antwort auf juanpedribus • • •@juanpedribus Necesitamos una revolución democrática. Para ello, debemos salir a la calle. Y rápido. La derecha se está desplazando cada vez más hacia la extrema derecha. Y lo ocurrido en Valencia se está repitiendo ahora mismo por todo el mundo:
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Die Liste – Extremwetter 2025 Klimakatastrophe live
derklimablog.dejuanpedribus
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Als Antwort auf juanpedribus • • •Kassander
Als Antwort auf DerKlimablog.de 🏳️🌈 • • •Deshalb finde ich unklug, allgemein die Mobilitärswende zu puschen: Es fehlt zu oft an Vorstellungsvermögen.
Wir brauchen autofreie Straßen, Blocks und Stadtteile. Erst brauchen wir für alle erlebbare Muster.
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Als Antwort auf Kassander • • •@kassander Da kann man eine Reise nach Paris empfehlen…
derklimablog.de/mobilitaet/wo-…
Wo ein Wille ist, muss der Weg schön sein – Paris wird grün!
derklimablog.deKassander
Als Antwort auf DerKlimablog.de 🏳️🌈 • • •Thomas
Als Antwort auf DerKlimablog.de 🏳️🌈 • • •@NoAn
Der Ausbau für den Individualverkehr mit dem Auto hat spätestens ab den 70ern zu einer Drainage der Dienstleistungen aus der Fläche geführt. Das gilt nicht nur für den Einzelhandel sondern auch für die Gesundheitsversorgung.
MTNcamper
Als Antwort auf DerKlimablog.de 🏳️🌈 • • •Keine Ahnung, wem solche Radikalpositionen helfen sollen, dem Klimaschutz aber defintiv nicht.
Mal ein kleiner Blick über den eigenen Tellerrand hinaus:
Meine Frau und ich fahren in Dresden ausschließlich mit dem Rad zur Arbeit, zu Freunden,..., wir gehen zu Fuß einkaufen und wenn man doch mal gut angezogen irgendwo sein muss, nehmen wir den ÖPNV.
Und trotzdem haben wir ein Auto, auf welches wir nicht verzichten werden.
Unsere Hobbies: Mountainbiken im Gebirge, Wandern im Hochgebirge...
Und nun kommt ihr: wie transportiert ihr 2 Enduro-Mountaibikes + Protektoren und zusätzlich Wanderrucksäcke, Wanderschuhe... mit der Bahn, zum Beispiel in das Stubaital?
Da scheitert es schon an der Reservierung von Fahrradstellplätzen und Ablagemöglichkeiten für das ganze Gepäck. Und da sind wir noch nicht bei unzuverlässigen Verbindungen und einer Reisezeit von über 13 Stunden.
jakob 🇦🇹 ✅
Als Antwort auf MTNcamper • • •@MTNcamper @DerKlimablog.de 🏳️🌈
Ganz einfach:
So lange kein öffentlicher Grund für das Abstellen eines Fahrzeuges beansprucht wird, darf sich jeder so viele Kisten in den eigenen Garten oder die eigene Wohnung stellen, wie man lustig ist... oder auf einen bezahlten Abstellplatz in einem Parkhaus...
Wir haben übrigens kein Auto. Machen alles zu Fuß, Fahrrad, Bahn/Bus. Und für Ausnahmefälle gibts hier Car-Sharing.
Und ja... Fahräder im Zug mitnehmen war zu Zeiten von Gepäckwaggons in jedem IC deutlich komfortabler...
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Als Antwort auf MTNcamper • • •@MTNcamper Also, ein "ihr" gibt es nicht. Und wir reden hier ja nicht von einem kompletten Verbot. Sondern von maßvollem Umgang mit individueller Mobilität. Rund um die Welt machen sich Metropolen daran, sich ein Vorbild an Paris zu nehmen. Nur wir in Deutschland sind da relativ abgeschlagen. Stichwort Tempolimit usw. Autos kann man auch gut sharen und mieten, da muss nicht jeder eins besitzen und auf öffentlichem Grund praktisch umsonst abstellen.
Lies gerne mal rein:
derklimablog.de/empfohlen/was-…
Was ist eigentlich diese Verkehrswende genau? Teil 1/2
derklimablog.deMTNcamper
Als Antwort auf DerKlimablog.de 🏳️🌈 • • •Wie gesagt, stimme da voll zu. Dresden und Berlin dürften im Autowahn die größten Player Deutschland sein...
Mich stört eher die Art der Kommunikation bei solchen Themen. Ich habe in meinem Umfeld mehr Erfolg, mit nachvollziehbaren Argumenten, welche nicht sofort die gesamte Lebensgestaltung dieser Personen angreift.
Und da in meinem Umfeld sehr viele Bergsportler sind, steigen insbesonders die Mountainbiker bei solchen Sachen direkt auf die Barrikaden, weil es eben keine gangbaren Wege gibt, ohne Auto zum Biken durch Europa zu fahren.
Beim Wandern geht das wieder (und da macht der Alpenverein immer wieder Aktionen zu).
Das sind alles keine Dieseldieters, sondern Leute, welche progressiv Wählen, sich für besseren Nahverkehr vor Ort einsetzen und mittlerweile zum Großteil BEV fahren.
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Als Antwort auf MTNcamper • • •Adrian
Als Antwort auf DerKlimablog.de 🏳️🌈 • • •Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass die individuelle Zeiteffizienz in einem individuellen Verkehrsmittel meist deutlich besser ist, was - neben der deutlich höheren Flexibilität - ein klarer Vorteil gegenüber Massenverkehrsmitteln wie Bus, Straßenbahn und Zügen ist.
Relevanter ist dabei im Zweifel alleine die Tür zu Tür Zeit, denn der Großteil der produktiven oder Quality Time findet nunmal hinter diesen Türen und nicht in ÖV Fahrzeugen oder Haltestellen statt.
PS: Im Anbetracht meiner langjährigen Erfahrungen mit Preisentwicklung im ÖV, würde ich außerdem fest davon ausgehen, dass jede noch so hohe Preissteigerung bei Autos mindestens in gleicher Höhe, eher mit saftigem Aufschlag, auch bei Bus und Bahn einhergeht, mithin, die realen Ersparnismöglichkeiten stets sehr bescheiden ausfallen, gerade mit Blick auf die Nachteile.
jakob 🇦🇹 ✅
Als Antwort auf Adrian • • •@Adrian @DerKlimablog.de 🏳️🌈
Also das mit der "Qualitytime" halte ich persönlich für ein Gerücht.
Wenn du eingespannt zwischen Kindererziehung, Haushalt und Job bist, ist die halbe Stunde, Stunde in den Öffis oft die einzige Zeit, wo du entspannt lesen kannst... weil du noch nicht so erschöpft bist, wie dann spät nachts, nach getaner Arbeit daheim.