Manchmal gehen die guten Nachrichten über richtige politische Entscheidungen ja im Strom der Kritik unter:

Das SPD und CDU/CSU bei der geförderten privaten #Altersvorsorge nun auch noch zusätzlich ein besonders preisgünstige staatliches Standardprodukt bei einem staatlichen Träger (z.B. Bundesbank) vorgesehen haben, ist ein verbraucherpolitischer Meilenstein. Schweden hat es vorgemacht, Kosten von 0,1% pro Jahr.

Also: Wenig Kosten und viel Förderung bedeutet unbedingt mitmachen

Als Antwort auf Maike

@maikek
So wie ich das verstanden habe ändert sich folgendes:
- Die Beitragsgarantie, welche es bei Riester quasi unmöglich gemacht haben nach Kosten Rendite zu erwirtschaften kann abgewählt werden.
- Alternativ kann auch frei(er) in einem Depot investiert werden. Für das Depot sind die Kosten gedeckelt.
- Es wird staatliche Produkte geben, wo man dann unabhängig von den Versicherungen ist (und hoffentlich dafür sorgen, dass kein freier Versicherer teurer als der Staat ist).
- Es soll wohl auch einfacher werden mit wenig Einzahlungen den Kinderzuschlag bekommen.

Bestehende Riesterverträge kann man wohl umziehen - die Gebühren für den Umzug sind wohl auch gedeckelt.

tagesschau.de/inland/innenpoli…

Bisher scheint da wirklich kein Haken zu sein.

Als Antwort auf Maike

@maikek Die Privatwirtschaft ist hier quasi außen vor, beziehungsweise steht nun in Konkurrenz zum Staat (muss also bessere Konditionen als der Staat anbieten, wenn sie relevant Kunden haben wollen).

So wie es ausschaut soll diese Neufassung langfristig auch Teile des staatlichen Vorsorgekonzeptes erfassen: So sollen Kinder automatisch Geld vom Staat angelegt bekommen - das wird aber heute noch nicht beschlossen werden.

Als Antwort auf Maike

@maikek Ich habe hier im Haus einige Leute, die "mietfrei" leben und den Austausch der Ölheizung, eine PV-Anlage auf dem Dach usw. blockieren. Alte Immobilien verursachen ebenfalls Kosten und diese können unter Umständen auch sehr hoch ausfallen.
Beliebteste Frage einer Eigentümerin sinngemäß: "Gibt es dafür irgendein Gesetz, dass uns dazu verpflichtet? Nein? Dann bin ich dagegen."
Als Antwort auf Ulrich Kelber

Bei aller Wertschätzung, aber hier muss ich widersprechen: Die priv. Vorsorge war bisher für die Versicherten ein Desaster mit mikroskopischen Erträgen (siehe Riester und Rürup). Gewonnen haben die Versicherer, mit staatl. geförderten Renditen, also unserem Geld. Das wird mit dem neuen Modell nicht viel besser. Verlierer ist auch die staatl. Rente und mit ihr alle, die auf sie angewiesen sind. Auch das wird so bleiben. Leider.
Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (1 Monat her)
Als Antwort auf Ulrich Kelber

1/2 Die Presse-Prognosen waren für Riester und Rürup anfangs auch positiv, die Realität sah dann anders aus. Es bleiben zwei Kernprobleme ungelöst: 1. Die neue priv. Vorsorge ist wieder nicht für alle: Nicht jeder hat dauerhaft 30 EUR / Monat übrig. Damit sind alle raus, die es eigentlich nötig hätten. 2. Die Kosten tragen die Versicherten und wir alle, die wir die staatl. Förderung bezahlen. Profiteure sind wie zuvor: Die Versicherer.
Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (1 Monat her)
Als Antwort auf Ulrich Kelber

2/2 Das alles müsste nicht sein, wenn wir einfach die Basis der Einzahler:innen in die staatliche Rente verbreitern würden: Österreich macht es vor. Wir könnten das auch. Aber die Lobby der Kapitalseite hat hier über Jahrzehnte die staatliche Rente schlecht geredet und geschrieben und anschließend die staatlichen Subventionen zur priv. Alterssvorsorge als Renditen eingestrichen. Das wird jetzt wider passieren, weil die Politik nicht dazulernt. Es ist zum Haare raufen.
Als Antwort auf Ulrich Kelber

Dazu 2 Beiträge von Finanztip zum hören/sehen:

Ursprüngliche Ideen (noch mit dem übertriebenen maximalen TER von 1.5% (0.2 bis 0.4 ist normal für ETF, 1.5 sind da nah am Wucher...):
youtube.com/watch?v=OfXB0DSQFg…

Update nach den bekanntgewordenen Änderungen:
youtube.com/watch?v=OvM0WmGPvj…

Die Stiftung Finanztip kümmert sich um Finanzbildung.

#Finanzbildung #finanztip

Als Antwort auf Ulrich Kelber

@Ulrich Kelber Das Problem ist aber gerade dabei das Vertrauen.
Es hält doch eh nicht lange, dann kommt jemand anderes und will alles wieder kippen. Siehe Energiewende, siehe Mobilität, siehe Sozialrefrom, siehe Rentenreform, siehe Datenschutz, siehe Klimaschutz, Siehe Schulterschluß gegen Rechts ... and so on and so on

Man kann sich auf nahezu nichts mehr langfristig verlassen. Weil jeder dieser Politikdarsteller dieser Tage, nur seine beschissenen "Einaschaltquoten" (fka Wählerstimmen) und seine Versorgung "danach" im Kopf hat.

Als Antwort auf Ulrich Kelber

Als Antwort auf Jaddy

Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (1 Monat her)