Ich persönlich hätte nichts dagegen in Zukunft Facharzttermine durch meinen Hausarzt zu veranlassen. Aber nur wenn mein Hausarzt dann auch dafür verantwortlich ist die Termine kurzfristig beim Facharzt zu vereinbaren. Das würde mir als Kassenpatient viel Zeit und Ärger sparen. Also TL;DR Facharztüberweisung nur mit Terminangebot. Dann auch gerne exklusiv über Hausarzt.
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diabhoil
Als Antwort auf Jan Wildeboer 😷 • • •Das wäre natürlich ideal. Tatsächlich haben viele aber gar keinen Hausarzt (in ihrer Nähe). Ich fahre z.B. immer 30km bis zu meinem, weil es hier wo ich wohne keinen gescheiten gibt (also entweder sind die extrem überlaufen oder "schlecht" (oft bedingt durch den ersten Grund)). Dann würde es in Zukunft ewig Dauern einen Termin beim Hausarzt zu bekommen. Und dann ist es noch mehr wie am Fliessband.
Die ganze Diskussion findet bestimmt wieder nur für die Wirtschaft statt. Damit noch mehr Leute mit kleineren Problemchen (Erkältung,...) schön weiter arbeiten gehen, weil niemand Bock auf diesen Hausarzt-Stress hat.
Jan Wildeboer 😷
Als Antwort auf diabhoil • • •diabhoil
Als Antwort auf Jan Wildeboer 😷 • • •kommt vielleicht am Ende drauf an um welche Ärzte es geht.
Für nen Augenarzt-Termin brauche ich imo nicht zum Hausarzt vorher gehen. Das gleiche gilt für nen Zahnarzt-Termin. Mache gehen z.B. für ne regelmäßige Ohrenreinigung zum HNO Arzt. Sollte man dafür dann auch in Zukunft erst zum Hausarzt um abzustimmen, ob das nötig ist oder nicht?
Also ja, es gibt sicherlich Fälle, wo man ggf. selbst irgendwas falsch diagnostiziert und man das ggf. mit einem Hausarzt-Termin abfangen könnte. Aber oft liegt man ja auch gar nicht mal so weit daneben mit seiner Selbstdiagnose und wird dann vom Hausarzt weiter geleitet, weil der selbst auch nur raten kann. Und dann war man unnötigerweise bei zwei Ärzten. Wenn es dadurch in Zukunft schneller geht wäre das vielleicht ok?
diabhoil
Als Antwort auf diabhoil • • •Jaddy
Als Antwort auf diabhoil • •@diabhoil @Jan Wildeboer 😷 Dies. Sprich: Die Aus- und Fortbildung für Hausärztys müsste drastisch verbessert werden.
Nicht nur weil die sich in der Regel mit Bedarfen von -jm- med. Minderheiten nicht auskennen. Ich zB bin trans und muss praktisch jedes Arzty einzeln aufklären, PLUS sie schieben gerne jegliches Problem erst mal auf „Ach sie nehmen Hormone?“.
Viele Betroffenen-Verbände beklagen mangelndes Wissen der Hausärztys, unter anderem auch drastisch fehlende Queer-Sensibilität.
Aber auch für Standard-Bevölkerung. Beispiel aus meinem direkten Umfeld: Mutter, damals 86, Diabetikerin, hat normalen Termin beim Hausarzt. Trifft wg Urlaub auf dessen Praxispartner. Dem kommt was komisch vor, schickt sie zur Kardiologie. Der Kardiologe macht EKG, traut sich schon nicht, Belastungs-
... mehr anzeigen@diabhoil @Jan Wildeboer 😷 Dies. Sprich: Die Aus- und Fortbildung für Hausärztys müsste drastisch verbessert werden.
Nicht nur weil die sich in der Regel mit Bedarfen von -jm- med. Minderheiten nicht auskennen. Ich zB bin trans und muss praktisch jedes Arzty einzeln aufklären, PLUS sie schieben gerne jegliches Problem erst mal auf „Ach sie nehmen Hormone?“.
Viele Betroffenen-Verbände beklagen mangelndes Wissen der Hausärztys, unter anderem auch drastisch fehlende Queer-Sensibilität.
Aber auch für Standard-Bevölkerung. Beispiel aus meinem direkten Umfeld: Mutter, damals 86, Diabetikerin, hat normalen Termin beim Hausarzt. Trifft wg Urlaub auf dessen Praxispartner. Dem kommt was komisch vor, schickt sie zur Kardiologie. Der Kardiologe macht EKG, traut sich schon nicht, Belastungs-EKG zu machen. Schickt die Resultate an den Hausarzt; den anderen. Es passiert nix. Zwei Monate später klappt sie zusammen. Diagnose: Schwere Herzinsuffizienz, Verschlüsse bis zu 70 und 90%, zwei Stents sofort, danach mal schauen. Story ongoing seit drei Jahren.
Heisst: Ihr Standard-Hausarzt hat da klar die Anzeichen übersehen UND vermutlich auch die Tests der Kardiologie nicht oder falsch verstanden.
alerich
Als Antwort auf Jan Wildeboer 😷 • • •Jan Wildeboer 😷
Als Antwort auf alerich • • •alerich
Als Antwort auf Jan Wildeboer 😷 • • •Insgesamt braucht es aber größere Reformen - auch des ambulanten Sektors - um eine Entlastung zu bewirken. Eine Verschiebung auf die Hausärzte wird eher das Gegenteil bewirken. Schon jetzt haben viele Praxen massive Probleme, MTAs zu gewinnen / zu halten.
Jan Wildeboer 😷
Als Antwort auf alerich • • •Samy
Als Antwort auf Jan Wildeboer 😷 • • •Ich lerne gerade, wie das in Frankreich „funktioniert“. Es kostet vor allem Zeit und Geld. Ich brauche einen Termin beim HA für eine chronische Erkrankung, von der ich mehr Ahnung habe. Dann gibt es kaum FA, die neue Patienten nehmen. Also Termin im KH - Monate später. Zum Gyn und Augenarzt darf ich eigenständig gehen. Ich sehe hier wenig Vorteile.
Wenn ich ahnungslos bin, gehe ich eh zum HA. Wie oft hat Euch ein FA gesagt „Ach, da wären sie besser bei Soundso aufgehoben?“
Signor Q. 🦩
Als Antwort auf Samy • • •@samy Re die Frage unten: ja, aber auch nur, als ich explizit nachgefragt habe. "Könnte es ausser X nach einen anderen Zusammenhang z.B. Y geben?" Vorher herrschte Betriebsblindheit
@jwildeboer @alerich
Samy
Als Antwort auf Signor Q. 🦩 • • •Ich habe es bei einer Freundin hier auch schon erlebt, wie durch die falsche Diagnose des HA die richtige Behandlung zu ihrem Nachteil verzögert wurde.
Hier sind die Ärzte noch sehr deutlich „Götter in Weiß“, die man nicht herausfordert. Zumindest ist das bisher mein Eindruck.
Jan Wildeboer 😷
Als Antwort auf Samy • • •Samy
Als Antwort auf Jan Wildeboer 😷 • • •Klar. Wie gesagt, wenn es nicht offensichtlich ist, dann würde ich den HA konsultieren. Aber oft kennt man seine Schwachstellen doch schon.
Jan Wildeboer 😷
Als Antwort auf Samy • • •Samy
Als Antwort auf Jan Wildeboer 😷 • • •Das ist mir klar. Ist es denn so, dass viele Leute sich von ChatGPT oder Google den Facharzt empfehlen lassen? Gehen die ggf. nicht trotzdem erst zum HA?
Jan Wildeboer 😷
Als Antwort auf Jan Wildeboer 😷 • • •Nico
Als Antwort auf Jan Wildeboer 😷 • • •Nils Pickert 🚂
Als Antwort auf Jan Wildeboer 😷 • • •Raahs
Als Antwort auf Jan Wildeboer 😷 • • •Patrick
Als Antwort auf Jan Wildeboer 😷 • • •Lars Marowsky-Brée 😷
Als Antwort auf Jan Wildeboer 😷 • • •Ich würde das nur begrenzt wollen.
Ich verbringe viel Zeit mit der Recherche, zu welcher Ärztin ich möchte, wie die Praxis für mich erreichbar ist etc pp.
Ich sehe nicht, dass eine koordinierende Praxis das für mich leisten würde.
Also: gern als zusätzliches Angebot.
Jan Wildeboer 😷
Als Antwort auf Lars Marowsky-Brée 😷 • • •Lars Marowsky-Brée 😷
Als Antwort auf Jan Wildeboer 😷 • • •Jan Wildeboer 😷
Als Antwort auf Lars Marowsky-Brée 😷 • • •Stefan Münz
Als Antwort auf Jan Wildeboer 😷 • • •trusty falxter 🧠
Als Antwort auf Jan Wildeboer 😷 • • •Ja, das wäre gut. Hab ein-zwei Beispiele, wo mich die Hausärztin zu Fachärzt*innen überwiesen hat, auf die ich bei der Symptomlage gar nicht gekommen wäre.
Leider ist meine Erfahrung auch, dass teilweise nach Ansicht des Personals bei Fachärzt*innen, mit dem Besitz einer Überweisung die Dringlichkeit sinkt. (Hatte z.B. mal diese Erlebnis: Mit Schmerzen zur HA, die so: "könnte vielleicht das oder das sein, hier zwei Überweisungen, gense mal zuerst zu dem", bei der FA-Anmeldung (immernoch mit Schmerzen): "das hätten sie am Telefon sagen müssen, dass sie eine Überweisung haben [hatte ich], dann ist es ja nicht mehr akut" 🙄)
Dominik 🇪🇺🟥🟢
Als Antwort auf Jan Wildeboer 😷 • • •