Wer kennt Phil Plait, "the Bad Astronomer"? Er kann ganz wunderbar Wissenschaft erklären und war jahrelang sehr aktiv in der US Sceptics Bewegung, JREF, usw.
2010 hat er auf deren Jahrestagung TAM 8 einen Vortrag gehalten, warum Aufklärung über -hm- unwissenschaftlichen Unfug so häufig nicht funktioniert.
tl;dr weil wir als Aufklärende genauso emotional im Thema involviert sind, und zwar vor allem durch unseren Frust, dass so viele andere Menschen einfach entgegen jeder Evidenz irgendwas glauben und keinen Fakten zugänglich sind. Bzw sie einfach nicht glauben wollen.
Ich denke, das gilt nicht nur für Aktivistys und Themen wie Homöopathie, UFOs, Impf-Verschwörungen oder religiöse Mythen, die wörtlich genommen werden, sondern auch für absurde Vorstellungen zu "Migration", queere und trans Belange oder politische Märchen wie den großen Austausch, den akut drohenden wirtschaftlichen Niedergang oder den Blackout in der "Dunkelflaute" (oder trickle down...).
Wir sind viel zu häufig zu genervt, zu aufgewühlt und zu aggressiv, um selbst bei denen etwas zu bewirken, die erreichbar wären. Das sind meiner Ansicht nach sehr viele und bei denen können wir gute Arbeit tun, während wir die echten hardcore Leute eher für Aufklärungskampagnen lassen.
Ich denke, wir brauchen mehr Gelassenheit, Übersicht und Souveränität, um die richtigen Fragen zu stellen, die auf der anderen Seite den Zweifel am bisherigen Glauben auslösen.
Hier das Video. Englisch, aber recht verständlich.
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Anna hat dies geteilt.